Ku'damm : Entwickler planen Luxusquartier mit Currywurst-Bude

Der bekannteste Mieter am Kurfürstendamm 195/Ecke Bleibtreustraße ist die Currywurstbude, die als eine der besten der Stadt gilt – und deshalb wird der Familienbetrieb auch im künftigen Haus "Nº 195 Kudamm" wieder vertreten sein. Rund 100 Millionen Euro fließen in Sanierung und Neubau.

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So soll das neu gestaltete Quartier am Ku'damm 195 aussehen. -Simulation: promo

BerlinDer bekannteste Mieter am Kurfürstendamm 195/Ecke Bleibtreustraße ist die Currywurstbude, die als eine der besten der Stadt gilt – und deshalb wird der Familienbetrieb auch im künftigen Büro-, Wohn- und Geschäftshaus „Nº 195 Kudamm“ wieder vertreten sein. „Für uns ist das Projekt nur von Vorteil“, lobt der langjährige Imbissbetreiber Gregor Bier.

Etwa 100 Millionen Euro investiert die Projektwicklungs- und Fondgesellschaft Freo in einen achtstöckigen gläsernen Neubau, der 2011 eröffnen soll, und in die Sanierung eines denkmalgeschützten Hochhauses. Seit Donnerstag liegt die Baugenehmigung vor, der Baubeginn ist für Oktober geplant.

Einst war der Herrenausstatter Selbach ein prominenter Mieter auf dem Eckgrundstück, doch 2002 schloss das Modehaus wegen sinkender Umsätze. Darüber steht das zwölfstöckige, vom Architekten Erich Rothe gestaltete Bürohochhaus aus dem Jahr 1964. Außerdem gibt es eine Ladenzeile, Parkplätze und einen kleinen Vorplatz. Letzterer wird überbaut und das Parkdeck abgerissen. 146 neue Parkplätze entstehen in einer Tiefgarage.

Läden sollen ein Viertel der Gesamtfläche von 15 200 Quadratmetern nutzen. Freo-Projektentwickler Sebastian Klatt nennt noch keine Namen, betont aber, es gehe um hochwertige Geschäfte – passend zu den Luxusläden rundum am Ku’damm. 7900 Quadratmeter sind für Büros gedacht und die übrigen Flächen für Wohnungen.

Die meisten Gewerbemieter bleiben, das Sonnenstudio Solarent jedoch zieht aus. Laut Freo entstehen 500 neue Jobs. Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) lobt die Aufwertung des Ku’damms an einer Stelle, die nicht zu den belebtesten gehöre. Endlich werde auch die Brandwand des angrenzenden Haus Cumberland verdeckt. Dort tut sich übrigens noch nichts, obwohl der Eigentümer Orco das Baudenkmal seit langem umbauen will. CD

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