Berlin : Kündigung wegen Stasi-Affäre

Schöneberger Frauenbeauftragte fristlos entlassen

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Die Frauenbeauftragte im Schöneberger Rathaus, Dagmar Birkelbach, ist fristlos entlassen worden. Das sagte der Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band (SPD), am Freitag. Grund für die mit dem Betriebsrat abgestimmte Verdachtskündigung waren kürzlich bekannt gewordene Akten des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Den Unterlagen zufolge war die frühere Abgeordnete des Grünen-Vorläufers AL bei der Stasi als Inoffizielle Mitarbeiterin geführt worden und hatte über Interna der West-Berliner Politik berichtet. Birkelbach hatte dies auf Anfrage des Tagesspiegels bestritten.

„Ich habe keine Zweifel, dass es eine Zusammenarbeit von Frau Birkelbach mit der Staatssicherheit gab“, hatte hingegen Bürgermeister Band nach dem Studium der Akten gesagt und das Vertrauensverhältnis zu seiner Mitarbeiterin als gestört bezeichnet. Das sei auch durch die letzte Anhörung Birkelbachs vor einigen Tagen nicht entkräftet worden. Aus Sicht des Bezirks habe sich bei dem Gespräch „nichts ergeben, was uns zu einer anderen Entscheidung veranlasst hätte“, sagte Band. Birkelbach war für eine Stellungnahme zu der Kündigung am Freitag nicht zu erreichen. lvt

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