Künftiger Erzbischof Berlins : Wowereit bietet Woelki gute Zusammenarbeit an

Noch wirkt Rainer Maria Woelki in Köln. An den Gedanken, in die Hauptstadt zu ziehen, musste er sich erst gewöhnen.

Er wird Berlins neuer Erzbischof: Rainer Maria Woelki, hier in der Hamburger Domkirche St. Marien.
Er wird Berlins neuer Erzbischof: Rainer Maria Woelki, hier in der Hamburger Domkirche St. Marien.Foto: dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte am Samstag, er freue sich, dass die Entscheidung über die Nachfolge des verstorbenen Kardinals Georg Sterzinsky gefallen sei. „Ich biete dem neuen Erzbischof eine gute Zusammenarbeit an.“ Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte, Woelki werde eine „reiche pastorale Erfahrung“ mit in das Erzbistum Berlin bringen. Für ihn als „Hauptstadtbischof“ werde es eine besondere Herausforderung sein, den Glauben in einem säkularisierten Umfeld zu vermitteln.

Inzwischen ist bekannt, dass Woelki sich erst an den Gedanken gewöhnen musste, in die Hauptstadt zu ziehen. „Ich hatte eigentlich auch überlegt zu sagen: Ich lasse lieber die Finger davon“, sagte der bisherige Kölner Weihbischof gegenüber domradio.de am Samstag. Dann aber habe er sich gesagt, er dürfe nicht einfach weglaufen. „Gott ruft durch Menschen, dann müssen wir auch eine gehörige Portion an Bereitschaft und Verfügbarkeit mitbringen“, sagte Woelki. Er wolle zunächst „hinkommen, hinhören, hingucken, die Menschen kennenlernen und dann werden wir schauen, was wir dort gemeinsam machen“, sagte er.

Am Dienstag Vormittag soll Woelki im Erzbischöflichen Ordinariat auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Der künftige Erzbischof sagte am Samstag auch, sein Vorgänger Sterzinsky sei ein großartiger Seelsorger gewesen, Er habe sich besonders um die Menschen gesorgt, „die zu kurz gekommen sind im Leben“. Den bevorstehenden Papstbesuch im September bezeichnete Woelki als besondere Herausforderung. Es sagte: „Das ist wirklich eine tiefe Freude, etwas, womit ich nie gerechnet hätte.“

dpa, dapd, KNA

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