Berlin : Küsten-Barde im BKA

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Es war dunkel, kühl und der Hall ging nicht, was Bernd Begemann am meisten aufgeregt hat. Der singende Entertainer aus Hamburg war im BKA am Schlossplatz, um seine neue Platte „Endlich“ vorzustellen, alte Lieder zu spielen und um lakonische Witze machen. Über Mädchen, Beziehungen und Berlin. Dafür brauchte er Hall. Der funktionierte aber nur selten, und wenn, an den falschen Stellen, zweimal rissen Saiten und die Plektren gingen aus. Dazu Begemann: „Immer, wenn ich nach Berlin komme, pfeife ich auf dem letzten Loch.“ Zuvor hatte er seine schmutzige Anzughose bemerkt und gesagt: „Das nennt man in Berlin wohl Street.“ Da haben alle gekichert. Es wurde überhaupt viel gekichert. Und gesungen. Das Publikum kannte die Texte. Und Sophie Rois sowieso: Die Schauspielerin sang mit Begemann ihr Duett vom „Kelly Family Feeling“: „dämlich aber glücklich“. Um seine Gäste vor ersterem zu bewahren, witzelte und schrammelte Begemann drei Stunden lang. Als Schluss war, dachte der eine oder andere: „endlich“ – was wieder zur neuen Platte führt (Begafon, ab 23. Juni im Handel). ari

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