Kulturpolitik : Haus der Kulturen der Welt wiedereröffnet

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit haben am Abend das Haus der Kulturen der Welt in Berlin nach einjähriger Umbaupause wiedereröffnet.

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Strahlende ''Schwangere Auster'' -Foto: ddp

BerlinKulturstaatsminister Neumann würdigte die 1957 als Geschenk der amerikanischen Regierung eröffnete frühere Kongresshalle als Symbol der deutsch-amerikanischen Freundschaft. Sie sei "ein Wahrzeichen unserer Hauptstadt und ein symbolträchtiges Gebäude mit einer ganz besonderen Aura". Das Haus verkörpere wie kaum ein anderes Bauwerk das Streben nach Freiheit und Demokratie im Nachkriegsdeutschland.

Der Regierende Bürgermeister Wowereit erinnerte bei dem Festakt an die Solidarität Amerikas "in Zeiten, als die Freiheit unserer Stadt nicht gesichert war" und fügte hinzu: "Wir Berliner sind dankbar dafür." Heute habe sich die einstige Kongresshalle nach dem Ende des West-Ost-Konflikts geöffnet für die Vielfalt der Kulturen in der Welt. Das sei auch "ein nationaler Auftrag", betonte Wowereit.

Die Kongresshalle wurde nach dem Fall der Mauer als Haus der Kulturen der Welt, das vor allem den Kulturen der sogenannten Dritten Welt ein Podium bieten soll, vom Bund übernommen, der 8,8 Millionen Euro für die Sanierung zur Verfügung stellte. An dem Festakt nahm auch Michael Stubbins, der Sohn des inzwischen gestorbenen amerikanischen Architekten der Kongresshalle, Hugh Stubbins, teil.

Festival zum 50. Geburtstag

Das Haus der Kulturen der Welt feiert den 50. Geburtstag der Kongresshalle mit einem mehrmonatigen Festival mit Ausstellungen, Konzerten, Filmen, Performances und Literaturveranstaltungen. Den Auftakt bildet von Donnerstag an die Kunstausstellung "New York - States of Mind". Bis zum Sonntag gibt es "Tage der offenen Tür" bei freiem Eintritt mit zahlreichen Sonderveranstaltungen. (mit dpa/ddp)

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