Berlin : KULTURSPONSORING: OHNE PROMIS GEHT NICHTS

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„Das Geschäft läuft schlecht“, sagt Ursula VogelScheller. Sie kümmert sich in der Berliner Kulturverwaltung darum, Kontakte zwischen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen und privaten Geldgebern herzustellen. „Die Firmen, die in Berlin sponsern sollen, sind müde geworden – angesichts der vielen Anfragen.“ Viele Bittbriefe würden nicht einmal beantwortet. Die Stimmung sei miserabel. In Berlin gebe es eigentlich kein Kulturprojekt mehr, das ohne private Mittel auskommt. Einrichtungen mit Fördervereinen seien vergleichsweise besser dran, sagt die Sponsoring-Expertin. „Wenn dort engagierte Persönlichkeiten Geld einwerben, tut sich was.“ So sitzt der ehemalige Bahn-Chef Heinz Dürr dem Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Theaters vor. Und der Förderverein der Komischen Oper hat inzwischen 3000 Mitglieder. za

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