Berlin : Kunst am Grabmal

Anlagen auf Dorotheenstädtischem Friedhof saniert

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Berlin - Mit zwei Millionen Euro von der Klassenlotterie sind in den vergangenen sechs Jahren 38 kunsthistorisch bedeutende Grabanlagen auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestraße und dem benachbarten Friedhof der französischen Kirche restauriert worden. Weitere 50 000 Euro gaben das Landesdenkmalamt, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und private Spender.

So wurden beim spätklassizistischen Grabmal des Architekten Heinrich Strack für 250 000 Euro Marmorsäulen und Schmuckdetails ergänzt. Auch das verloren gegangene Gitter aus geschmiedeten Eisenblättern konnte nach historischen Fotos wieder hergestellt werden. Für rund 100 000 Euro saniert und teilweise durch neue Steinplatten ergänzt wurde die monumentale Säulenkolonnade, die sich um das Grab des Diplomaten und Geheimen Justizrats Max Siegfried Borchardt und seiner Familie zieht.

Der stellvertretende Landeskonservator und Gartendenkmalpfleger Klaus von Krosigk rief dazu auf, sich an der Restaurierung zu beteiligen. Schon für einen vergleichsweise geringen Betrag könnten die Bürger Patenschaften für historische Grabmäler übernehmen. Immerhin besitze Berlin etwa 80 unter Denkmalschutz stehende historische Friedhöfe. HC

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