Berlin : Kunst kommt von Gönnen

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In seiner langen Karriere hat er manche Mark für die Kunst locker gemacht – jetzt erhält er zum Dank wenigstens einen Groschen: nämlich den „Kulturgroschen“ des Deutschen Kulturrats. Heute Abend wird Bernhard Freiherr Loeffelholz von Colberg für sein jahrzehntelanges Bemühen geehrt, Kunst und Wirtschaft einander näher zu bringen: Im noblen MaxLiebermann-Haus am Brandenburger Tor erhält der 1934 in Weimar geborene Spross einer Nürnberger Patrizierfamilie die undotierte Auszeichnung. Als Gäste haben sich unter anderem Kurt Biedenkopf und die Leiterin der Bundeskulturstiftung, Hortensia Völckers, angesagt. Von Loeffelholz, der einen Großteil seines Berufslebens in der Chefetage der Dresdner Bank verbrachte, hat in den vergangenen 30 Jahren im Kreise seiner Kollegen aus dem Top-Management stets für bürgerschaftliches Engagement geworben. Seit 1999 pensioniert, ist von Loeffelholz heute unter anderem Vorstandsmitglied der Jürgen-Ponto-Stiftung und des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie. Außerdem engagiert er sich ehrenamtlich als Präsident des Sächsischen Kultursenats.

In ihrer Laudatio wird die Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer aber sicher auch Loeffelholz’ Engagement für das Berliner Musikleben rühmen. 1972 gehörte er zu Kreis derer, die zusammen mit Herbert von Karajan die „Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker“ gründeten. Bis 2002 unterstützte er als Vorstandsmitglied die Organisation, die hochbegabten Nachwuchsprofis die Chance eröffnet, zwei Jahre lang im Dunstkreis des besten Orchester der Welt zu arbeiten. F. H.

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