Kunsthaus in Mitte : Tacheles-Nutzern darf das Wasser abgedreht werden

Die Nutzer des Kunsthauses „Tacheles“ haben gegenüber den Berliner Wasserbetrieben keinen eigenen Anspruch auf Versorgung mit Trinkwasser. Die Mieter sammeln bereits seit Monaten Regenwasser.

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Ein Investor hatte eine Mauer im Torbogen des Künstlerhauses bauen lassen - jetzt wollen die Tacheles-Künstler das Hindernis überbrücken. So soll die Brückenkonstruktion aussehen. Im Hintergrund ist der Hofgenerator zu sehen. Der Strom ist abgestellt worden und die Künstler müssen sich selbst helfen.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Jakob Hauser
06.05.2011 08:18Ein Investor hatte eine Mauer im Torbogen des Künstlerhauses bauen lassen - jetzt wollen die Tacheles-Künstler das Hindernis...

Das Oberverwaltungsgericht hat bestätigt, dass den Tacheles-Nutzern kein Anspruch auf Wasserversorgung zusteht. Bereits im September waren die Nutzer vor dem Verwaltungsgericht mit ihrem Eilantrag gescheitert. Der Anspruch steht nur Grundstückseigentümern zu.

Laut dem Sprecher der Mieternotgemeinschaft des Tacheles, Martin Reiter, ist das nicht schlimm. Man sammele schon seit Monaten das Regenwasser in Tanks; Toiletten und Handwaschbecken würden damit betrieben. Die Gastronomie im Haus, das Café Zapata, bekomme noch Trinkwasser. Wenn dies nun gestoppt werde und das Café schließen müsse, sei das kein Verlust.

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