Kurioser Rechtsstreit : Großgrundbesitzer stören sich an einer Hausecke

Wegen einer 12 Quadratzentimeter großen Hausecke zogen die Eigentümer eines Großgrundstückes bei Templin vors Gericht. Sie haben den Abriss der Hausecke gefordert - ohne Erfolg.

Das Brandenburger Oberlandesgericht hat die Klage mehrerer Eigentümer eines Waldes abgewiesen. Sie verlangten laut Angaben des Gerichts den Abriss von nur 12 Quadratzentimetern einer Hausecke, die auf ihr 300 Hektar großes Grundstück bei Templin (Uckermark) ragt. In der Urteilsbegründung gaben die Richter an, der mit dem Abriss verbundene Aufwand stehe „in einem groben Missverhältnis zu dem dadurch zu gewinnenden Vorteil“ für die Eigentümer des Waldes.

Sie hatten angegeben, den überbauten Raum für den Abtransport von Holz nutzen zu wollen. Dies könne ihnen nicht geglaubt werden, weil gleich daneben ein sieben Meter breiter Weg liege, befand das Gericht. Gegen das Urteil ist laut einer Sprecherin keine Revision zugelassen. (dapd)

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