• Kurth: Erst die Stimmung testen CDU-Politiker hält sich Kandidatur zum Parteichef offen

Berlin : Kurth: Erst die Stimmung testen CDU-Politiker hält sich Kandidatur zum Parteichef offen

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Macht Peter Kurth nun doch noch einen Rückzieher von seiner Kandidatur zum Landesvorsitzenden der Berliner CDU? Als der CDUPolitiker gestern Abend zum politischen Stammtisch von fünf Ortsverbänden der CDU-Mitte erschien, sagte er vor dem Eingang der „Museumskneipe“: „Das wird nach dem Freitag entschieden. Ein Schritt nach dem anderen erscheint mir die richtige Vorgehensweise.“

Kurth will sich seiner Mehrheiten und der Stimmung sicher sein und die Kampfabstimmung am Freitag zum CDU-Fraktionsvorsitzenden abwarten. Erst gestern nachmittag hatte er seine Kandidatur als Fraktionsvorsitzender angekündigt. Er selbst geht davon aus, dass sich die Fraktion am Freitag entscheidet, obwohl er den CDU-Landesparteitag am 24. Mai lieber abgewartet hätte. Für ihn ist die Frage entscheidend, ob es gelingt, „Geschlossenheit in die Partei zu bringen.“

Vor den rund 60 anwesenden Parteifreunden begründete er auch seine Kandidatur für den Fraktionsvorsitz. „Nach sieben Jahren Führungserfahrung in Verwaltung und Wirtschaft habe ich viele Kontakte aufgebaut.“ Jetzt sei für ihn die richtige Zeit gekommen, etwas für den Vertrauensvorschuss, den er von der Fraktion in seinem Amt als Senator erhalten habe, zurückzugeben.

Über seine Gegenkandidaten - Joachim Zeller als Landesvorsitzender und Nicolas Zimmer als Fraktionschef - lässt sich Kurth nur wenig Worte entlocken. Zeller sei ihm allerdings als Bezirksbürgermeister von Mitte kommunalpolitisch „um Lichtjahre „ voraus. Doch egal, wer gewählt wird: „Der Sieger soll gut mit allen zusammenarbeiten können“, sagt Kurth.

Außerdem sprach er sich für einen mit stärkerer Hand geführten Landesvorsitz aus und eine bessere koordination der unterschiedlichen Parteiforen. „Einzelkämpferveranstaltungen greifen nicht.“ sib

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