Berlin : Kurze Wege, gute Taten

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Das waren noch Zeiten, als 99 Luftballons genügten, um das Publikum für sich zu gewinnen. Ein paar mehr müssen es heute schon sein, um am Himmel über Berlin ein Zeichen zu setzen für… ja, für was nun eigentlich? Zunächst einmal für das Fest zum Weltkindertag, das gestern Nachmittag am Potsdamer Platz stattfand. Und vor allem für „Väter“, den neuen Film von Dani Levy, der gestern Abend im nahen Cinemaxx Premiere hatte. 5000 knallrote Luftballons ließen der Regisseur und seine beiden Hauptpersonen Maria Schrader und Sebastian Blomberg nachmittags vor dem Musicaltheater am Marlene-Dietrich-Platz aufsteigen, behängt waren sie mit Kinogutscheinen für den Film, der ab kommenden Donnerstag regulär zu sehen ist.

Wieder einmal wurde also der rote Teppich ausgerollt. Am Freitag lag er im nahen Cinestar bei „Bibi Blocksberg“, nächsten Donnerstag vor dem Kosmos, wo Steven Spielberg und Tom Cruise den „Minority Report“ vorstellen. Und gestern also vor dem Cinemaxx. Maria Schrader und Sebastian Blomberg spielen ein Mittdreißiger-Paar, dessen Beziehung im Alltagstrott erheblich ins Straucheln gekommen ist. Sohnemann Benny, gespielt von Ezra Valentin Lenz, hat darunter zu leiden, und Christiane Paul ist die große Verführerin. Allesamt kamen sie gestern, dazu als weitere Mitglieder des „Väter“-Ensembles: Ulrich Noethen, Rolf Zacher und Marion Kracht. Unter den Gästen wurden die Schauspieler Renate Kroessner mit Bernd Stegemann und Richie Müller gesichtet. Sophie Rois versuchte vergeblich, sich an den Fotografen vorbeizustehlen. Regisseur Oskar Roehler („Die Unberührbare“) betrat das Kino gleich zwei Mal. Beim ersten Versuch wäre er fast von dem mannshohen „Väter“-Filmplakat begraben worden. Die „Minority Report“-Premiere kommende Woche dient dem Wiederaufbau der Kinderkrippe „Hummelburg“ in Dresden, 20 Euro werden von den Gästen als Spende erbeten. Auch der „Väter“-Start war mit einer Spendenaktion zugunsten sozial benachteiligter Kinder verbunden. Eine Aktion mit Hintersinn: Im nahen Filmmuseum fand parallel ein Charity-Abend des Deutschen Kinderhilfswerks statt. So konnten die Premierengäste anschließend mit besonders gutem Gewissen zur Party schreiten. Sie stieg im Josty unter dem Sony-Dach statt. Alles in allem also ein Abend der kurzen Wege. ac

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