Berlin : Kurzmeldungen

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Barbie lebt! Das hellblonde Model bei Féraud sah im bodenlangen, wie angegossen sitzenden Abendkleid mit breiter Passe um die schmalen Schultern zumindest aus wie ihre Doppelgängerin. Ein Mädchentraum von einem Kleid war das, dabei sehr elegant und sehr, sehr rosa. Dieses Kleinmädchenrosa ist einer der sparsamen Farbtupfer, die sich das Pariser Modehaus in der Herbst-/Winterkollektion genehmigt. Zu einem Grau-Braunton sieht es apart aus, zu Schwarz geht bekanntlich alles. Helles Beige, Schwarz und Weiß, Grau in verschiedenen Abstufungen bis Braun sind die Farben der Saison, Wolle und Kaschmir, Leder und Pelz die Materialien. Sehr gediegen, zurückhaltend und damenhaft wirkte alles – keine Hüfthosen, die nur von den Allerdünnsten getragen werden können, sondern auf Taille geschnittene Hosen und Röcke, dazu knappe, ebenfalls taillierte Jacken und Kurzmäntel. Gelegentlich grüßten die Achtziger mit breiten Schultern und ledereingefassten Revers. Röcke reichen bei Féraud wie anderswo derzeit übers Knie, was leicht etwas bieder aussehen kann – aber nicht mit Schlitz und Stiefeln, die so eng sitzen wie Strümpfe. Die Scheu vor Pelz haben die internationalen Modehäuser schon vorigen Winter wieder verloren; auch Féraud zeigte einige Stücke. Das Geschäft an der Ecke Wielandstraße gibt es erst seit einigen Monaten, die Schau war die erste in Berlin. Im Publikum saßen Maja von Hohenzollern und Rolf Eden, und die größte Anerkennung gebührt den Models, die trotz der Bullenhitze souverän die Contenance wahrten. S.Nieder/Foto: Heerde

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