Berlin : Kurzmeldungen

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Nun ist aber die andere Seite dran“, sagt Tom Hanks – und bittet um Journalistenfragen von der rechten Seite des Salons im Hotel „Four Seasons“. Bisher wurde er nur von links behelligt. „Ist Berlin immer noch eine geteilte Stadt?“, will er gut gelaunt wissen und freut sich über die Pointe. Es ist nicht die erste an diesem Morgen: Tom Hanks nutzt den kurzen Zwischenstopp auf dem Weg zu den Filmfestspielen Venedig, um für Sam Mendes’ neuen Film „Road to Perdition“ zu werben, der nächste Woche in die Kinos kommt. Vor allem aber wirbt er wie immer für sich, für seinen Charme, seinen Esprit, seine Clownerien. Die Kunst, eine Pressekonferenz in eine kurzweilige Show voller Slapsticks zu verwandeln, beherrscht er perfekt. Die Radiokollegen amüsiert er mit Moderatoren-Ansagen, als sei er gerade live auf Sendung. Die Frage, ob er mit der Rolle als Mafia-Killer nicht um sein nice-guy- Image fürchte, pariert er mit nice-guy-Einlagen, die alle Sorgen erledigen. Ob er Berlin mag? Er kennt hier nur „Autos, Hotelzimmer und Journalisten“, gesteht er freimütig – und es klingt wie eine überschwängliche Haupstadthymne. Am Ende bittet er aus Gründen der Gerechtigkeit um eine letzte Frage von rechts. Ja doch, heute ist er unser Lieblingsstar: Wer sonst kann sich selbst so schön spielen wie Tom Hanks? chp Foto: Eventpress Herrmann

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