Berlin : Kurzmeldungen

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Kunst, Kitsch und kugelrunde Lampen, die sind schon einen Blick wert. Morgen und am Sonntag darf am Fehrbelliner Platz wieder von 10 bis 16 Uhr getrödelt werden. Schon zur Premiere am vergangenen Wochenende waren Tausende gekommen, um vor und hinter rund 100 Ständen die Wiedergeburt des Trödelmarktes zu feiern. Nach drei Jahren Pause bietet er unter der neuen Regie von Kurt Mindt und Thomas Holl wieder lang vermisste Trödel-Atmosphäre. Gemütlich und familiär soll der Markt sein, die Stimmung zum Bezirk passen. Mit dem Betreiber des neuerbauten Parkcafés wird kooperiert, die Kombination von Trödelmarkt und Biergarten sei einmalig in Berlin. „Verkauft wird nur aus Buden“, versichert Mindt. Die Betreiber wollen auf ein einheitliches Marktbild und auf Sauberkeit achten, dafür nehmen sie von jedem Verkäufer ein Müllpfand von fünf Euro, das er zurückbekommt, wenn der Stand aufgeräumt hinterlassen wird. Noch an diesem Wochenende gilt für die Trödelstände ein Vorzugspreis von 10 Euro pro Tag, künftig sind 35 Euro fällig. Mindt und Holl wollen Privatleute ansprechen, nicht das Gewerbe. Am vergangenen Wochenende wurde ein Händler, der eine Batterie von Wasserhähnen im Angebot hatte, des Marktes verwiesen. Das Publikum war bislang voll des Lobs über den neueröffnenten Markt. Eva und Willi Rüskamp beispielsweise; sie fanden zwar nicht, was sie suchten (Saucieren), stellten aber fest, dass der Markt insgesamt besser geworden, nicht mehr so viel Ramsch wie früher zu sehen ist. Trödler Olaf Brand (Schallplatten) findet es auch nicht ramschig, Kollege Manfred Riemer (Schmuck) lobte, dass es nicht so ein „Durchgeschiebe“ wie an der Straße des 17. Juni gibt. Eva und Herbert Scholz (Gobelinbilder aus einer Haushaltsauflösung) wollten morgen nicht wiederkommen. Sie konnten alles verkaufen.C.v.L./Foto:Uwe Steinert

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