Berlin : Kurzmeldungen

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Eingangstests an Gymnasien sind nicht nötig. Es gibt schon das Probehalbjahr. Nach diesen sechs Monaten wird den Schülern in der Regel nichts geschenkt. Sogar Schüler mit einer Empfehlung für das Gymnasium mussten schon zurück auf die Realschule. Immerhin ist es auch vorgekommen, dass Schüler mit einer Empfehlung für die Realschule eine gute Abiturprüfung hingelegt haben. Das zeigt, dass es sinnvoll ist, erst einmal alle Schüler aufzunehmen. Am Ende geht es doch nur darum, dass jeder Schüler seinen Neigungen entsprechend gefördert wird. Wenn die Schulen anfangen, sich ihre Schüler ganz alleine auszusuchen, passiert genau das, was viele eigentlich nicht wollen. Es gibt dann Schulen, auf die kaum jemand sein Kind freiwillig hinschickt und Schulen, auf die alle wollen. Eingangshürden sind deshalb kein geeignetes Instrument, um alle Gymnasien auf hohem Level zu halten. Wir wissen außerdem, dass Tests nicht besonders aussagefähig sein müssen. Denn Schüler schreiben ihre Arbeiten je nachdem, wie ihre Tagesform gerade ist. Mal ist es eine Zwei, mal eine Fünf in der Klassenarbeit. Soll man also einem Kind eine Gymnasial-Empfehlung verweigern, weil es diesen Test an einem schlechten Tag nicht bestanden hat? Die Entscheidung, ob ein Kind das Gymnasium besuchen darf, sollte deshalb nicht nach einem kurzen Augenblick, sondern weiterhin erst nach sechs Monaten fallen, damit niemand Zeit seines Lebens unglücklich sein muss, weil er diese Chance nicht bekommen hat. Suzan Gülfirat

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