Berlin : Kurzmeldungen

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WÌRTSCHAFT IN BERLIN

Weniger Lehrstellen

Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist in diesem Jahr auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Situation angespannter als in den Vorjahren. Die Berliner IHK und das Landesarbeitsamt teilten gestern mit, dass bis zu 2500 Jugendliche bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Zudem ist die Zahl der neuen Lehrverträge leicht gesunken. In einer Nachvermittlungsaktion wollen jetzt die IHK, Handwerkskammer und die Arbeitsämter versuchen, auch diesen Bewerbern eine Stelle anbieten zu können. Gleichzeitig wies Jan Eder, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, darauf hin, dass rund 15 Prozent der Jugendlichen nicht genügend qualifiziert seien, eine Ausbildung zu beginnen. „Und die Tendenz ist steigend“, sagte Eder. Diesen Bewerbern fehle es sowohl an schulischen Fertigkeiten wie Rechnen und Schreiben als auch an sozialer Kompetenz. Für diese schwächeren Schulabgänger müssten einfachere, möglicherweise zweijährige Ausbildungsberufe entwickelt werden. Dieses Vorhaben stoße derzeit aber auf den erbitterten Widerstand der Gewerkschaften. sik

Bundesdruckerei baut ab

Bei der privatisierten Bundesdruckerei Berlin droht nach Gewerkschaftsangaben ein deutlicher Stellenabbau. Im Rahmen eines von Unternehmensberater Roland Berger erarbeiteten Sanierungskonzeptes seien bereits im nächsten Jahr 300 der noch 1650 Arbeitsplätze „akut gefährdet“, hieß es bei Verdi. Die zur Authentos-Gruppe gehörende Bundesdruckerei war Ende 2000 vom Bund verkauft worden. Die Authentos-Gruppe, die insgesamt 3500 Mitarbeiter beschäftigt, war durch Einbrüche am Chipkarten-Markt und Probleme der Tochtergesellschaft Orga erheblich in Schieflage geraten. Die Bundesdruckerei, in der Banknoten, Personalausweise und Führerscheine hergestellt werden, hatte dagegen schwarze Zahlen geschrieben. dpa

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