Berlin : Kurzmeldungen

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Zukunftsmusik“ ist die Wahl per Klick schon lange nicht mehr; die unzähligen Versuchs-Projekte beweisen es. Bis zur Wahl 2006 sollen die Wahllokale vernetzt sein, dann kann man an jedem Ort Deutschlands wählen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Denn die Gesellschaft wird mobiler. Deswegen steigt seit langem der Anteil der Briefwähler. Wer hat schon Lust, sich den Sonntag freizuhalten, nur um ins Wahllokal zu gehen? Wer Briefwahl beantragt, tut dies längst nicht mehr aus „wichtigem Grund“, sondern weil es bequemer und flexibler ist. Mit dem Internet kann man jederzeit und von jedem Ort der Welt wählen. Auch, wenn man ganz kurzfristig verhindert ist und vorher keine Briefwahl beantragen konnte.

Internetwahl ist die richtige Lösung – auch aus Kostengründen. Mehr als 1,7 Millionen Euro sind allein im Berliner Haushalt für Briefwahl reserviert: für Material, Porto, Personalkosten. Ist die Technik zur Internet-Wahl einmal entwickelt, wird man damit günstiger arbeiten. Zudem werden Ergebnisse schneller vorliegen. Zugegeben: Noch bietet das Internet keine ausreichende Sicherheit. Doch das ist nur eine Frage der Zeit. Der rasche Fortschritt in der Branche spricht für sich.

Und schließlich: die viel beklagte Politikverdrossenheit der Jugend (und nicht nur der Jugend). Wenn das Volk nicht zur Wahl geht, müssen die Wahlurnen eben zu den Wählern kommen – ins Haus und elektronisch. Höhere Wahlbeteiligung ist damit programmiert – und das ist schließlich im Sinne der Demokratie. Malte Meinhardt

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