Berlin : Kurzmeldungen

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Frau Michalik, was sagen Sie zum Abschneiden Ihrer Partei?

Das Ergebnis ist fantastisch. Wir haben auf Bundesebene das Wahlziel erreicht, über acht Prozent zu kommen, und auf Landesebene über das Berliner Ergebnis der letzten Bundestagswahl – 11,3. Auf Landesebene haben wir ein Drittel Wähler und Wählerinnen dazugewonnen. Es hat sich gezeigt: Bessere Argumente zählen. Außerdem haben wir erreicht, dass wir drittstärkste Kraft sind, das heißt, die Masche der FDP – Größenwahn und antisemitische Sprüche – ist zum Glück nicht aufgegangen.

Die Grünen haben ja wohl auch erstmals ein Direktmandat errungen.

Es sieht so aus, ja. Hans-Christian Ströbele hat deutlich gemacht, dass Inhalte zählen, Glaubwürdigkeit und Kontinuität.

Und die PDS? Regiert in Berlin mit, ist aber im Bund rausgeflogen.

Die PDS hat auch auf Landesebene stark verloren, sie hat sich ja selbst enttarnt. Sie hat vorher die Anwältin der sozial geknechteten vor allem im Osten gespielt. Aber mit der aktuellen Spar- und Sozialpolitik hat sie gezeigt, dass sie diese Anwältin gar nicht ist. Und auf Bundesebene war die PDS im letzten Jahr sehr profillos.

Die Berliner CDU hat demgegenüber zugelegt.

Das ist zwar schade, aber ich denke, das war vor allem ein Austausch zwischen SPD und CDU. Da hat sich sicher auch die größere Kompetenzzuschreibung zu Herrn Stoiber beim Thema Arbeitslosigkeit ausgewirkt. Da hat er einfach den falschen Eindruck gemacht, denn ich glaube nicht, dass diese Kompenenzzuschreibung in der Sache berechtigt ist.

Das Gespräch führte Fatina Keilani.

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