Berlin : Kurzmeldungen

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KURZ NOTIERT

Palästinenser angeklagt

Ein in Berlin lebender Palästinenser wird am 18. November vor Gericht stehen, weil er seinen drei Kindern bei einer Demonstration SprengstoffgürtelAttrappen um den Bauch gebunden hat. Die Staatsanwaltschaft erhob jetzt Anklage wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten, teilte ein Justizsprecher mit. Der 33-Jährige habe mit seinem Verhalten ausgedrückt, dass er Selbstmordanschläge im Nahen Osten billige. Auf der Demonstration im April hatten etwa 11 000 Menschen in Berlin gegen das militärische Vorgehen Israels in den besetzten Gebieten protestiert. Die Palästinensische Gemeinde Berlin-Brandenburg hatte sich von dem Vorfall distanziert. dpa

Ausländerbehörde vorbereitet

Entgegen den Befürchtungen anderer Bundesländer sieht Innensenator Ehrhart Körting (SPD) keine Probleme mit der Einführung des neuen Zuwanderungsgesetzes zum 1. Januar. Körting, der heute als Prozessvertreter Berlins zur Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über das umstrittene Gesetz nach Karlsruhe reist, sagte, seine Verwaltung habe sich „detaillierte Gedanken“ gemacht und sei auf die Umsetzung des Gesetzes gut vorbereitet. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bremens CDU-Innensenator Kuno Böse, will dagegen das Inkrafttreten um sechs Monate verschieben. Er sieht auf die Ausländerbehörden ein „erhebliches Chaos“ zukommen, da sie sich erst seit Ende September mit den genauen Ausführungsvorschriften des Gesetzes vertraut machen können. how

Hilfe für Gewaltopfer

Berliner plastische Chirurgen haben ein Hilfszentrum für Gewalt-Opfer gegründet. Derzeit sammeln die Ärzte von „placet“ Geld, um ihre erste Patientin zu behandeln. Die 20-jährige Frau aus der Ukraine erlitt schwere Verbrennungen am Gesicht, als sie aus Rache mit Benzin übergossen und angezündet wurde. Nun soll ihr Gesicht im Klinikum Westend wieder soweit hergestellt werden, „dass sie sich unter Menschen traut“. Die Behandlung kostet 30 000 Euro, 12 000 davon hat „placet“ schon zusammen. Der gemeinnützige Verein will in Zukunft weiteren Gewaltopfern mit einer plastisch-chirurgischen Rekonstruktion helfen. Spenden an „placet e.V.“, Konto-Nr. 274 1700 000, Berliner Bank, Bankleitzahl 10020000. I.B.

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