Berlin : Kurzmeldungen

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GEDENKEN

Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen wird am Sonnabend der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 gedacht. Die zentrale Veranstaltung findet um 18 Uhr im Jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße 7880 statt. Neben dem Gemeindevorsitzenden Alexander Brenner spricht auch die Berliner Justizsenatorin Karin Schubert (SPD). Die Gedenkrede hält der Schriftsteller und Publizist Ralph Giordano. Im Anschluss wird am Mahnmal vor dem Gemeindehaus ein Kranz niedergelegt und ein Kaddisch, das Gebet für die Toten, gesprochen.

Kränze werden auch an der Jüdischen Synagoge am Fränkelufer 10-16 (13 Uhr) und am Mahnmal der ehemaligen jüdischen Synagoge in der Münchener Str. 38 (16 Uhr) niedergelegt.

Um 19 Uhr 30 laden die Jugendorganisationen der beiden großen Kirchen sowie die AG Judentum und Christentum zu einer Gedenkveranstaltung in die Sophienkirche (Große Hamburger Straße 29) ein. Unter anderen wird dort der Gesandte der Botschaft Israels, Mordechai Lewy, erwartet.

Im Berliner Dom am Lustgarten spielen Mitglieder des Orchesters der Komischen Oper Berlin zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht G. J. Voglers Requiem und Bachs Kantate Nr. 82.

In der Samariterkirche in Friedrichshain (Samariterstr. 27) beginnt um 18 Uhr ein Vortrag über Protestantismus und Nationalsozialismus. Zuvor wird dort mit einer Andacht an die Opfer der Judenpogrome von 1938 erinnert.

Das Haus der Jugend in der Köpenicker Seelenbinderstraße 64 lädt ab 19 Uhr Jugendliche und junge Erwachsene zu Klezmer-Musik und koscherem Essen ein.

Im Roten Salon der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz findet um 20 Uhr eine Lesung mit Gedichten und Prosa von Paul Celan statt.

Ebenfalls um 20 Uhr wird in der Kirche Zur Heimat in Zehlendorf (Heimat 24) Lyrik aus dem Frauen-KZ Ravensbrück gelesen.

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