Berlin : Kurzmeldungen

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DIE BILANZ...

Arztmobil ausgestattet

Weiß strahlt das neue CaritasArztmobil. Seit August werden damit rund 1500 obdachlose Patienten versorgt. „Das neue Arztmobil erleichtert die Arbeit sehr", sagt Gabriela Robaczek, die Leiterin der rollenden Ambulanz. Gerade im Winter sei die Arbeit im alten Mobil oft hart gewesen. Heizung und Licht fielen aus, da halfen nur noch Kerzen. Das Mobil ist ausgestattet mit ledernem Behandlungsstuhl, Medikamenten-, Karteikastenschrank und Handwaschbecken. „Außer Operationen und EKG können wir fast alles machen." Die Ärztin ist begeistert: „Ohne die Tagesspiegel-Spenden wäre das nicht gegangen.“ Die maßangefertigte Inneneinrichtung des Fahrzeugs wurde komplett aus Tagesspiegelspenden und einer weiteren Aktion finanziert. Tagesspiegel-Leserspenden in Höhe von 23 000 Euro flossen in den Umbau. Das Fahrzeug hatte die Aktion Mensch gestiftet. vv

Betten für Gestrandete

Betten, Schränke, Tische und Stühle hat die Berliner Treberhilfe von den Tagesspiegel-Spenden angeschafft: Insgesamt 24000 Euro gingen an das Treberhaus Schöneberg. Die Möbel sind für den neuen Standort in der Kolonnenstraße bestimmt, der am 1. Februar 2003 eröffnet wird. In der neuen Kriseneinrichtung ist Platz für 18 obdachlose Jugendliche, die hier für bis zu drei Monate Unterschlupf finden können. „Da braucht man auch Mittel für die Unterhaltung“, sagt Andrea Hoppe von der Treberhilfe. Vom übrigen Spendengeld sollen eine Tischtennisplatte, ein Fernseher, ein Videorekorder und ein Kicker gekauft werden. Nach den drei Monaten können die Jugendlichen in Wohnungen der Treberhilfe dauerhaft unterkommen. Im Büro des Wohnprojekts stehen zwei gebrauchte internetfähige Computer – auch sie finanziert von Tagesspiegel-Spenden. Hier können die Jugendlichen Briefe und Bewerbungen schreiben. vv

Neue Küche am Wassertor

Bis zu 80 Essen gibt die „Tagesstätte für Erwachsene am Wassertor“ jeden Tag aus. Früher hat die Zubereitung der Mahlzeiten Stunden gedauert. Die Platten des maroden Herds waren zu klein für die 50-Liter-Töpfe. Jetzt besitzt die Obdachloseneinrichtung einen Edelstahl-Gastronomieherd. Damit geht’s nicht nur schneller, sondern auch stromsparender und billiger. Der rund 2000 Euro teure Herd samt Backofen ist Teil der neuen Küche, die die Obdachlosen-Einrichtung von den 10000 Euro Spenden der Tagesspiegel-Leser anschaffen konnte, genauso wie eine neue Gastronomie-Spülmaschine, ein Kühlschrank, Schubladen und Arbeitsschränke. Der Küchenraum ist so verschachtelt, dass alles maßangefertigt werden musste. vv

Ein Strohhalm für junge Leute

10000 Euro haben wir über unsere Leser dem Christlichen Sozialwerk Lazarus gespendet. Von dem Geld wurden 40 stabile Holzstühle für die Obdachlosen-Tagesstätte und Suppenküche in der Greifenhagener Straße am Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg gekauft. Dorthin kommen jeden Tag 80 bis 100 Gäste. Vor einem Jahr hat das Sozialwerk ein paar Häuser neben der Tagesstätte ein Hundehalter-Café eröffnet. Von 9 bis 15 Uhr halten sich dort rund 60 Obdachlose mit ihren Hunden auf. Einmal pro Woche gibt es eine kostenlose Tiersprechstunde. Von dem Tagesspiegel-Geld konnte der Aufenthaltsraum frisch gestrichen und tapeziert werden und bekam einen neuen Fußboden. Außerdem konnten Tische und Stühle und eine Spülmaschine angeschafft werden. clk

Renoviertes Zuhause

Die Zimmer für die obdachlosen Kinder und Jugendlichen sind karg möbliert und neonbeleuchtet. Das Bezirksamt hat dem Notunterkunf-Betreiber in der Wustrower Straße in Hohenschönhausen eine ehemalige Kita vermietet und gibt ein Taschengeld für die Jugendlichen. 30 Schlafplätze stehen zur Verfügung, ebenso viele Betreuer, Sozialarbeiter und Psychologen kümmern sich um die gestrandeten Kinder. Von den 8500 Euro konnte der Trägerverein „Neues Wohnen im Kiez“ die wichtigsten Renovierungsarbeiten leisten. Der abgetretene Boden wurde durch neues Linoleum ersetzt, Holzleisten verlegt, Löcher in den Türen ausgebessert. clk

Unterstützung für Afghanistan

Von den 20000 Euro konnte die Welthungerhilfe in fünf Dörfern in Afghanistan rund 600 Häuser wieder aufbauen. Die Dörfer liegen in der Nähe der schwer umkämpften Bergfestung Tora Bora. Die Bewohner sind zum Teil nach Pakistan geflohen und kommen nun zurück, zum Teil sind sie bei Nachbarn untergekommen. Die 50 Quadratmeter großen, ebenerdigen Häuser werden auf einem Steinfundament aus Lehm errichtet. So ist es in der Region üblich. Die Bauarbeiten verrichten die Bewohner, die Welthungerhilfe stellt die Materialien. Bis Ende Januar sollen alle Häuser stehen. Dann fängt auch in Afghanistan der harte Winter an. clk

Ein Halt für „Evas Haltestelle“

Im Wohnbereich der Kriseneinrichtung „Evas Haltestelle“ fühlt man sich durch die 8500 Euro-Spende jetzt wirklich wohl. Gekauft wurden ein abwaschbares Ledersofa, ein ausziehbarer Holztisch für 14 Personen, 12 Stühle, Regale, Bilderrahmen, Lampen, drei große und zwei kleine Teppiche sowie zwei Sessel und ein Schlafsofa. Auch neues Geschirr und Besteck konnte angeschafft werden sowie eine „Kompaktdusche“ für das Badezimmer mit integriertem Boiler und Wasseranschluss. Das Geld hat gereicht, um in der Küche eine Spülmaschine zu installieren. 2000 Euro sind übrig – eine kleine Rücklage. tabu

Kirchenhospiz in Kreuzberg

In die Unterkunft in der Nostitzstraße in Kreuzberg kommen oft jene Obdachlosen, die selbst in anderen Sozialprojekten nicht mehr aufgenommen werden: alte und kranke Menschen. Mit den 34000 Euro vom Tagesspiegel konnte die Evangelische Kirche dort zwei Sterbezimmer einrichten und die Badezimmer behindertengerecht umbauen. Außerdem wurde auf dem Friedhof am Halleschen Tor eine Grabstelle angemietet, die ein einfaches Kreuz und ein schwarzer Granitstein ziert. Dort können bis zu 30 Urnen würdevoll bestattet werden, Freunde von der Straße haben einen Ort, um der Menschen zu gedenken. clk

Wiederaufbau nach dem Krieg

Die Not in Afghanistan ist so groß, dass wir zwei Projekte aufnahmen. Mit 20000 Euro unterstützten die Leser auch die gemeinsamen Hilfsprojekte von Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas International in Afghanistan und Pakistan. Das Geld kam Nothilfe- und Wiederaufbauprojekten zugute. Mit insgesamt 2,3 Millionen Euro wurden 2001 im Grenzgebiet zu Iran und Pakistan Notunterkünfte errichtet und Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Kleidung versorgt, mit Haushalts- und Hygieneartikeln, mit Medikamenten, Decken, Planen und Zelten. Schulen bekamen Unterrichtsmaterialien. Weitere 3,3 Millionen Euro wurden in diesem Jahr in die Notversorgung der Erdbebenopfer und den Wiederaufbau von Straßen, Gesundheitsstationen und Brunnen in der Region gesteckt. vv

Lichtblick in Brandenburg

Im vergangenen Winter hat sich die Tee- und Wärmestube Wusterhausen noch Schlafsäcke von anderen Institutionen ausleihen müssen, um sie an Obdachlose zu verteilen. In diesem Jahr haben sie eigene Schlafsäcke. Gekauft wurden sie von den 8500 Euro Tagesspiegel-Spenden. Ebenso jede Menge Möbel, eine Gefriertruhe, Werkzeug, Kochutensilien, ein Staubsauger und ABC-Fahrkarten nach Berlin. „Wir haben in Königs Wusterhausen keine Notübernachtung", erklärt Sozialarbeiterin Elke Keller, „deshalb sind die Fahrkarten so wichtig.“ Von dem Geld konnten auch ein Fahrrad mit Anhänger und eine Campingausrüstung mit mehreren Zelten angeschafft werden. Die wurden im August erstmals getestet: Da ging das Team von der Tee- und Wärmestube mit zehn Obdachlosen für fünf Tage auf Kanu-und Zelttour. Die Obdachloseneinrichtung besteht seit Dezember 2000. „Das erste Mal Weihnachten saßen wir noch allein unterm Weihnachtsbaum", erinnert sich die Sozialarbeiterin. 2001 waren es schon 30 Gäste, dieses Jahr erwartet Keller noch mehr. vv

Eine Reserve für den Umzug

Bei der Bahnhofsmission am Zoo bekommen Obdachlose, die der Hunger treibt, etwas zu essen. Heute genauso wie vor einem Jahr – zur Zeit der vergangenen Tagesspiegel-Spendenaktion. 25 000 Euro hatte die Bahnhofsmission vom Tagesspiegel bekommen, doch bisher musste das Geld unter Verschluss bleiben. Der Grund: Es ist zweckgebunden für den geplanten Umzug der Bahnhofsmission in den S-Bahn-Bogen Tiergarten. Neue Möbel für Aufenthaltsraum und Küche sollten von den Spenden angeschafft werden. Bis jetzt ist der Standort Tiergarten allerdings noch nicht genehmigt und die Bahnhofsmission deshalb noch im alten Domizil. Sigrid Funke, die Geschäftsführerin der Bahnhofsmission vom Verein „In Via", ist aber zuversichtlich, dass es mit dem neuen Standort Tiergarten bald klappt: „Es gibt Verhandlungen auf allen Ebenen." Und wenn die Genehmigung wider Erwarten nicht erteilt werde? Dann habe man Ausweichmöglichkeiten – und werde natürlich sofort mit dem Tagesspiegel Rücksprache halten. vv

Süßes bei der Stadtmission

Große Freude über 11500 gespendete Euro herrschte auch in der Obdachlosenunterkunft in der Franklinstraße in Charlottenburg. Endlich konnte die Stadtmission eine neue Industrie-Geschirrspülmaschine anschaffen, mit der die Teller für die warme Mahlzeit am Abend im Nu wieder einsatzbereit sind. Außerdem organisierten die Betreuer eine kleine Weihnachtsfeier und schenkten 70 Obdachlosen, was sie am nötigsten brauchen: Socken, Unterwäsche und ein paar Süßigkeiten. clk

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