Berlin : Kurzmeldungen

-

AM BALL

PanamaKrise. Napoleon III., Al Capone und Roosevelt truge n ihn, doch trotzdem fand sich beim Presseball kein Liebhaber für den Montecristi-Hut, besser bekannt als Panama-Hut. Dabei war es ein ganz besonderes Modell: feinstes Material und von Künstlerhand gestaltet. Doch als das Mindestgebot bei der Versteigerung nicht erreicht wurde, blieb der Spender auf der Hut und zog die Gabe zurück. Verschleudert wird nichts.

Doppelspaß. Wer hat auf seiner Geburtstagsfete 2000 Gäste? Unternehmer Fritz Rau, Namensvetter des berühmten Konzertveranstalters. Er verband das Angenehme mit dem sehr Angenehmen und feierte in den Sechzigsten hinein. Mit Tusch und Torte.

Alles Wurst. Ibero-latino war das Motto des Balls, also wurden passende Speisen aufgefahren: Tapas, brasilianisches Rinderfilet an Schokoladensauce, südamerikanischer Obstsalat. Aber das kam einigen spanisch vor, so dass sie nach Currywurst fragten. Die gab’s dann auch – als Mitternachtsimbiss.

Zu früh gespielt. Was war das denn? Durch die Opernpalais-Disco dröhnte Frank Zanders „Nur nach Hause geh’n wir nicht.“ Ein klassischer Rausschmeißer. Als ob kurz nach zwei schon jemand zu Bett gehen wollte! Die Tänzer entschieden sich, doch noch ein paar Stunden am Ball zu bleiben.

Vom Ball zum Barbier. Die letzten Gäste hatten die Staatsoper Sonntag früh gerade verlassen, da packten die Arbeiter an, um die Deko abzubauen. Die Sitzreihen im Parkett des großen Saals waren mit einer dicken Platte abgedeckt worden, um Tische und Stühle darauf stellen zu können. Auch auf der Bühne wurde getafelt. Alles musste raus. Schließlich sollte der Barbier von Sevilla um 19 Uhr nicht über Tisch und Bänke gehen.

Geballtes Glück. So viele Schornsteinfeger sah man selten wie auf dem Ball. Die schwarzen Männer assistierten beim Losverkauf. Ein harter Job. Denn nach dem Ende der Tombola traf man sie erschöpft beim Bier. Auch das Glück macht mal Pause. ling

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben