Berlin : Kurzmeldungen

-

KURZ NOTIERT

Post schließt Filialen

Die Deutsche Post AG will bundesweit rund 800 Filialen schließen und dabei auch Standorte in Berlin aufgeben. Das Filialnetz sei hier „besonders dicht“, sagte Sprecherin Barbara Scheil von der Berliner Post. Überprüft würden besonders die von Partnerfirmen betriebenen Postagenturen in Geschäften und Tankstellen. Wie viele Filialen in Berlin entfallen sollen, ist nach Auskunft der Sprecherin noch unklar. Sie könne auch keine einzelnen Standorte nennen. CD

PDS plant KriegsParteitag

Die PDS-Landesverbände von Berlin und Brandenburg planen im Falle des Irak-Kriegs einen gemeinsamen Sonderparteitag in Berlin. Das wollen die beiden Landesvorstände am Freitag beschließen. Dieser „Friedens-Parteitag“ soll noch am „Tag X des Kriegsausbruches“ einberufen werden, sagte der PDS-Landessprecher Axel Hildebrandt. Weil dieser Termin sehr kurzfristig sein kann, wollen sich die Sozialisten über Telefonketten verständigen. Auf jeden Fall werde man sich aber um 18 Uhr auf dem Alexanderplatz mit anderen Kriegsgegnern treffen. sib

Anbau am Zeughaus fertig

Die historische Mitte Berlins erhält einen neuen Glanzpunkt: Am Freitag ist die Schlüsselübergabe für den spektakulären Anbau des japanischen Architekten Pei am Zeughaus Unter den Linden. Am Sonnabend und Sonntag haben die Berliner Gelegenheit, den Bau an einem Tag der offenen Tür (von 10 bis 17 Uhr) zu besichtigen. dpa

Polizei-Azubis gehen weg

Die ersten jungen Polizisten kehren Berlin den Rücken. Die Anwärter des mittleren Polizeidienstes erhielten gestern von fünf Bundesländern ihre Ernennungsurkunden, sagte die Vorsitzende der Jungen Gruppe in der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), Claudia Hartmann. Sie werden künftig in Hamburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen arbeiten. Hintergrund ist die Entscheidung Berlins, aus Geldmangel nur 150 von 360 Auszubildenden zu übernehmen, die im ersten Halbjahr ihre Lehre beenden. ddp

Kassen wollen fusionieren

Die Betriebskrankenkasse (BKK) Berlin will mit der BKK Hamburg fusionieren. Die Verwaltungsräte beider Kassen haben nach Tagesspiegel-Informationen bereits ihre Bereitschaft zu einem Zusammenschluss signalisiert. Die BKK Berlin hat 115 000 Mitglieder, die Hamburger Kasse 62 000. Allerdings reicht dieser Zuwachs für die verschuldeten Kassen nicht aus, um auf die Beine zu kommen. Jochem Schulz, Chef der BKK Berlin, fordert, dass ein Partner mindestens 200 000 Mitglieder mitbringe. Deshalb gehen Insider davon aus, dass Schulz eine dritte Kasse umwirbt: die 460 000 Mitglieder starke BKK Heilberufe in Düsseldorf, die er derzeit kommissarisch leitet. I.B.

0 Kommentare

Neuester Kommentar