Berlin : Kurzmeldungen

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Mehr Abstand müssen Passanten und Autos künftig zur Neuen Synagoge halten, damit das Gebäude in der Oranienburger Straße in Mitte besser vor Sprengstoffanschlägen geschützt werden kann. Wie die Senatsbauverwaltung gestern bestätigte, soll dazu die Straße eingeengt werden. „Autos und Straßenbahnen müssen sich dann eine Fahrspur teilen“, sagte eine Sprecherin. Der Gehweg werde auf die entfallende Fahrspur verlagert und abgesenkt. Am Eingang entstünde so Raum für schützende Blumenkübel und versenkbare Poller. Der Jüdischen Gemeinde und der Stiftung Centrum Judaicum geht es aber auch um ein „optisch offeneres Konzept“. Denn die rotweißen Absperrgitter, die nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 aufgestellt wurden, schrecken offenbar Besucher ab. Laut Stiftungsdirektor Hermann Simon kamen seitdem rund ein Drittel weniger Gäste. „Benutzerfreundlicher und praktikabler“ soll auch die Sicherheitsschleuse im Inneren werden. Die Pläne hängen nicht direkt mit dem drohenden Irak-Krieg zusammen. „Wir leben ja ständig in der Furcht vor möglichen Anschlägen“, sagte Meir Piotrkowski, der im Vorstand der Jüdischen Gemeinde für Personal und Sicherheit zuständig ist. Über Details der Umbauten gibt es noch Meinungsverschiedenheiten mit der Senatsverwaltung und dem Tiefbauamt Mitte. Darum soll es bei einem Gespräch aller Beteiligter an diesem Mittwoch gehen. CD/Foto: Sven Lambert

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