Berlin : Kurzmeldungen

Klaus Kurpjuweit

Tausende von Bahn-Fahrgästen müssen sich morgen andere Wege suchen, wenn sie pünktlich zur Arbeit kommen wollen. Im Fern- und Regionalverkehr soll eine dreiviertel Stunde lang mitten im Berufsverkehr kein Zug rollen. Weitere Aktionen folgen wahrscheinlich im Lauf des Tages. Fahrgäste müssen dann auf die BVG oder die S-Bahn ausweichen. Die S-Bahner können sich bei den derzeitigen Tarifauseinandersetzungen am Streik nicht beteiligen, weil für sie ein Haustarifvertrag gilt. Allerdings ist der S-Bahn-Verkehr durch Baustellen stark eingeschränkt. Zwischen Charlottenburg und Zoo ist die Strecke ganz gesperrt. Ein Ausweichen auf die Regionalzüge, wie es viele S-Bahn-Nutzer seither praktizieren, ist während des Streiks nicht möglich. Der Ansturm wird sich dann auf diesem Abschnitt auf den Busersatzverkehr konzentrieren. Die Busse fahren bisher dort weitgehend leer. Sie fahren in einem dichten Abstand.

Der Züge sollen zwar überall zum gleichen Zeitpunkt stehen bleiben; nach Möglichkeit aber bis zum nächsten Bahnhof rollen. Wenn allerdings auch nur ein Zug auf der Strecke steht, wird dies nicht möglich sein. Vor allem auf der Stadtbahn zwischen Charlottenburg und Ostbahnhof ist der Verkehr sehr dicht, so dass es hier auch zu Stopps vor den Bahnhöfen kommen kann. Bei solchen Halten waren Fahrgäste mehrfach eigenmächtig ausgestiegen.

Auch nach dem Ende des Streiks wird es noch Stunden dauern, bis der Verkehr wieder planmäßig rollen wird. Die S–Bahn ist darauf vorbereitet, Reservezüge einzusetzen. Informationen gibt es gratis unter 0800-66 44 225.

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