Berlin : Kurzmeldungen

Wie werden die gefährdeten Kontaktpersonen ermittelt?

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Wird ein Meningitisfall in Berlin bekannt, dann versucht das zuständige Gesundheitsamt, alle Personen zu ermitteln, die an den vorangegangenen zehn Tagen Kontakt zu dem Kranken gehabt haben könnten. Dazu zählen die Familienangehörigen, Arbeitskollegen, Klassen und Spielkameraden. Allein in dem jetzt bekannt gewordenen Spandauer Fall recherchierten die Gesundheitsaufseher des Bezirkes über einhundert Kontaktpersonen, die in Frage kommen.

Die betroffenen Personen werden dann angerufen und aufgefordert, sofort einen Arzt aufzusuchen. Der muss dann entscheiden, ob vorsorglich Antibiotika verabreicht werden sollen und – abhängig von Größe und Gewicht – in welcher Dosis das Medikament genommen werden soll. Die Behandlung sollte, wenn nötig, binnen 48 Stunden beginnen.

Da die Antibiotika auch Nebenwirkungen hervorrufen können, sollten sie nicht wahllos verschrieben werden. Die Kosten der Behandlung tragen die Krankenkassen.

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