Berlin : Kurzmeldungen

Was mit den gefundenen Waffen jetzt passiert

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Die in Kreuzberg sichergestellten Waffen werden jetzt von der Polizeitechnischen Untersuchungsanstalt „beschossen“, um zu klären, ob sie in der Vergangenheit bei Straftaten verwendet worden sind. Denn jede an einem Tatort gefundene Patrone trägt so eindeutige Spuren, dass sie einer bestimmten Waffe zugeordnet werden kann. Danach werden die Waffen asserviert, also von der Polizei gelagert, bis das Gericht bei dem Strafverfahren entscheidet, was mit ihnen geschieht. In der Regel werden sie vernichtet, wenn sie illegal besessen worden sind.

Bei dem ebenfalls spektakulären Waffenfund in Zehlendorf vor einer Woche ist es dagegen möglich, dass einige der sichergestellten Waffen den Erben übergeben werden. Wie berichtet, hatte ein 44Jähriger seine Frau und dann sich selbst erschossen. Im Haus wurden dann große Mengen Munition und Waffen gefunden. Da Jürgen L. für einige Waffen eine Waffenbesitzkarte (WBK) hatte, können seine Erben jetzt eine so genannte Erben-WBK beantragen, wenn sie die Waffen als „Erinnerungsstück“ behalten wollen. Der Besitz von passender Munition ist mit einer Waffen-WBK jedoch verboten. In Berlin gibt es derzeit etwa 800 Waffen-WBK und 15 000 normale Waffenbesitzkarten. „Waffenscheine“, die das Tragen der Waffe in der Öffentlichkeit gestatten, gibt es etwa 400. Zu 99 Prozent gehören sie Mitarbeitern von privaten Sicherheitsunternehmen. Privatleute bekommen keinen Waffenschein. Ha

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