Berlin : Kurzmeldungen

Nils Diederich ist Wahlforscher. Er analysiert, dass Steffel und Stölzl gerade noch rechtzeitig aufgehört haben

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Nils Diederich ist Wahl und Parteiforscher an der Freien Universität sowie Mitglied der SPD.

Was bedeutet Steffels Rücktritt für die CDU?

Die Übergangskrise der CDU von einer Regierungs- in eine Oppositionspartei ist in ihr Endstadium getreten. Offenkundig war die Phase Steffel/Stölzl ein Übergang. Beide haben es nicht verstanden, die nötige Neuaufstellung in der CDU hinzubekommen.

Wie lange braucht die CDU, um eines Tages wieder Wahlen gewinnen zu können?

Sie muss sich neu aufstellen und ihr Personal verjüngen. Das hat begonnen, ist aber noch nicht abgeschlossen. Spätestens im nächsten Jahr muss personell klar sein, wer die Partei in die nächsten Wahlen führt. So gesehen ist der jetzige Zeitpunkt des Übergangs günstig. Wenn es nicht funktioniert, kann man nächstes Jahr immer noch einen Wechsel vornehmen. So gesehen haben Steffel und Stölzl gerade noch rechtzeitig den Weg freigemacht.

Wer ist geeigneter, um die CDU aus der Krise zu führen: Peter Kurth oder Joachim Zeller?

Herr Zeller ist ein sehr kommunikativer und umgänglicher Mensch. Aber ich weiß nicht, ob er die Führungskraft hat, Leute wirklich mitzureißen. Es kann ja auch vorübergehend eine geteilte Führung zwischen Fraktions- und Parteichef geben, bei der dann letztendlich der eine hinter dem anderen Kandidaten zurückstehen muss.

Die Interviews führte Lars von Törne

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