Berlin : Kurzmeldungen

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KURZ NOTIERT

Abschiebehaft immer länger

Im letzten Jahr sind in Berlin 5676 Ausländer in Abschiebehaft gewesen. Das teilte Innensenator Körting (SPD) mit. Die Abschiebehäftlinge stammten vor allem aus Osteuropa, der Türkei und Vietnam. 2699 Personen wurden aus der Haft abgeschoben, insgesamt mussten 3347 Ausländer Berlin zwangsweise verlassen. Die durchschnittliche Dauer der Abschiebehaft stieg gegenüber 2001 um sieben auf 24 Tage. Dies sei vor allem auf die langen Haftzeiten indischer Staatsbürger zurückzuführen, deren Dokumente von ihrer Botschaft in langwierigen Verfahren bearbeitet würden. KNA

Genug Betten für Kirchentag

Der Ökumenische Kirchentag kann die benötigte Zahl von kostenlosen Privatquartieren zur Verfügung stellen. Wie die Organisatoren mitteilten, wurde gestern das 14 000ste Privatquartier gemeldet. Damit stünden für alle Gäste, die zur Veranstaltung nach Berlin kommen, Unterkünfte bereit. Von den rund 190 000 erwarteten Dauerteilnehmern werden mehr als 60 000 bei Freunden und Verwandten unterkommen. Die übrigen schlafen in Berliner Schulen. KNA

Senat berät über Schuldenberg

Der Senat zieht sich am Montag zu einer Arbeitsklausur zurück. Er will vorrangig den Stand der Haushaltsaufstellung beraten, sagte ein Sprecher. Der Doppelhaushalt 2004/2005 soll vor der Sommerpause am 24. Juni verabschiedet werden. Bei einem Schuldenberg von knapp 50 Milliarden Euro und einer für 2004 geplanten Neuverschuldung von 5,4 Milliarden Euro liegen die großen Sparbrocken noch vor der Koalition. dpa

ReichstagsFußball gegen Cash

Die Hobby-Fußballer sollen auf dem Rasen vor dem Reichstag spielen dürfen, aber dafür zahlen. Mit diesem Vorschlag will der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), Manfred von Richthofen, einen Kompromiss im Streit um den derzeit gesperrten Rasen errreichen. Auch der Bundestag solle sich finanziell beteiligen. Von Richthofen meint: „Es ist doch von Vorteil, wenn die Parlamentarier sehen, wie sich die Leute sportlich bewegen.“ Über die Höhe der Gebühr müsse verhandelt werden. Was sich jedoch vor dem Reichstag seit Wochen abspiele, sei – so der DSB-Chef – „einfach nur lächerlich“. dpa

Keine „Sex-Steuer“

Ein Sprecher der Finanzverwaltung hat dementiert, dass der Senat eine Vergnügungssteuer für Bordelle oder Sex-Shops erwäge. Der Stadtkämmerer von Köln hatte am Donnerstag bestätigt, dass seine Stadt die Einführung einer „Sex-Steuer“ prüft. Tsp

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