Berlin : Kurzmeldungen

Kordula Schulz-Asche: Bekennender Fundi

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Kordula SchulzAsche? Achselzucken, Kopfschütteln. „Keine Ahnung, kenn ich nicht“, sagt Ronny Wenke, Sprecher der Grünen Jugend. Damals vor 25 Jahren zählte Kordula Schulz selbst zu den vielen engagierten jungen Politikerinnen. Die geborene Berlinerin arbeitete als Krankenschwester und engagierte sich in der alternativen Gesundheitsbewegung. „Das war nicht die esoterische Schiene, sondern wir wollten eine bessere Gesundheitsversorgung für alle, zum Beispiel viele Polikliniken.“ Die damalige Jugendbewegung war für sie der Inbegriff von „alternativ“, ein „konstruktives, alles in Frage stellendes Lebensgefühl“. Auch sie selbst ließ sich von der „Aufbruchstimmung“ von damals packen: Sie war bei den Vorbereitungstreffen zur AL-Gründung mit dabei und arbeitete als AL-Mitglied mit der Nummer 004 im geschäftsführenden Ausschuss mit, der frühere Landesvorstand. 1983 zog sie ins Abgeordnetenhaus ein und war bis 1985 Fraktionsvorsitzende der AL. „Da gab es noch die zweijährige Rotation.“ Das fand sie auch richtig, denn sie zählte sich zu den „Fundis“ in der Partei. Nach den Anfangsjahren der AL verließ Kordula Schulz-Asche Deutschland und lebte mit ihrem Mann zwölf Jahre lang in verschiedenen afrikanischen Ländern, wo sie Gesundheitsprojekte betreute. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland koordinierte sie bei der Entwicklungsorganisation GTZ das Projekt „Aids-Bekämpfung in Entwicklungsländern“.

Ein Zusammenschluss mit den Grünen kam für sie lange nicht in Frage, „die waren viel zu brav“. Heute sitzt Kordula Schulz-Asche im hessischen Landtag und ist Grünen-Sprecherin für Sozial-, Gesundheits- und Kinderpolitik. sib

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