Berlin : Kurzmeldungen

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AM BALL

Ganz zu Anfang gab’s ein paar Stolperer und einen Sturz: Vor dem roten Teppich war nämlich eine kleine Schwelle übersehen worden. Überhaupt: technisch nicht ganz einwandfrei, die Teppichlogistik. Nach links war das Entree offen – auf diese Weise entkamen den Fotografen Peter SchollLatour und Hans-Dietrich Genscher. Die schönste Begleitung hatte übrigens Hans-Olaf Henkel, der mit seiner Freundin, der rotlockigen FU-Professorin Bettina Hannover, kam – samt Zwillingsschwester Allmut. Bettina gewann später in der Tombola eine Russlandreise. Den Hauptpreis, einen Mercedes SLK, bekam ausgerechnet jemand, der schon einen Mercedes hat – und zurzeit keinen Führerschein.

Laurenz Meyer war an diesem Abend nur im Zweierpack zu haben. Ohne Freundin Sonja Müller tat er keinen Schritt. Damit sie sich auch ja nicht verloren, verankerten sie sich – mit der Hand auf dem Po des anderen.

Wobei Sonja Müller eine schöne Überleitung liefert zum Thema Ballbekleidung. Obwohl Nicole Kidman schon vor zwei Jahren in tief geschnürten Miedern und zipfeligen Röcken durch „Moulin Rouge“ tanzte, hielt der Trend vor: Viermal lief das Müllersche Kleid durchs Gedränge. Brigitte Rürup machte ihrem Wirtschaftsweisen alle Ehre und trug das sparsamste Kleid – die Tasche war eingebaut, im Rüschenwirbel über der Hüfte (drin: ein Nivea-Lipgloss).

Ballbekleidung der Herren: Könnte ein kurzes Kapitel sein (eckige Brillen mit Metallrand über Smokings), wenn nicht Otto Schily gewesen wäre. Passend zum Nanna-Kuckuck-Kleid seiner Frau (rotgold) hatte er sich Fliege und Einstecktuck ausgesucht.

Leckerster Büfettstopp: die Pralinentheke. Dunkle, rosafarbene, weiße, zuckrige… Die hatte der runde nette „Drei Meister“-Pralinenfabrikant Hans-Wilhelm Schröder mitgebracht. Er liefert von Jahr zu Jahr mehr Süßes. 100 Kilo 1998. Jetzt waren’s schon 200.

Der gemütlichste Ballstopp: die Zigarrenlounge. Davor stand Herzspezialist Roland Hetzer samt Ehefrau. Die rauchte eine dicke Davidoff. Ein Foto? „Nicht mit Zigarre“, sagte der Arzt. Schlecht fürs Geschäft?

Und der beste Künstler? Nö, nicht Stargast Dionne Warwick. Wirkte ein bisschen müde. Am besten sang der 25-jährige Moritz Weißhaupt. Er lieferte im Foyer ein tolles Programm. Wer ihn mieten will: Es gibt ihn ab 850 Euro ( www.espritevent.com ). rcf

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