Berlin : Kurzmeldungen

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Drei Jahre ist es her, dass aus den 23 Berliner Bezirken zwölf wurden: Am 2. Januar 2001 trat die Bezirksreform in Kraft. Die Auseinandersetzungen um Bezirksnamen, Rathausstandorte und Verwaltungsstrukturen sind abgeflaut – doch in den Köpfen der Berliner bleiben die alten Bezirke vorerst fester verankert als die neuen. Denn anders als bei der Gebietsreform im Jahr 1920 ging es diesmal nur ums Geld.

Knapp 82 Millionen Euro sollten durch die Fusion gespart werden, allein 62 Millionen Euro an Personalkosten. „Die Mittel sind eingespart“, sagt der Sprecher des Finanzsenators, Matthias Kolbeck. Das gilt zumindest aus Sicht des Senats, der jedem Bezirk Millionensummen gestrichen hat. Wie die Bezirksämter diese Kürzungen umsetzen – etwa mit dem „goldenen Handschlag“ für Behördenmitarbeiter – bleibt ihnen weitgehend selbst überlassen.

Ungefähr 300 000 Bewohner hat jeder der neun Fusionsbezirke. Zum einwohnerstärksten Stadtteil ist Pankow mit etwa 342 000 Einwohnern geworden; die größte Fläche nimmt TreptowKöpenick mit fast 14 000 Hektar ein. In zwei Fällen fusionierten Bezirke aus dem ehemaligen Ost- und Westteil der Stadt (Friedrichshain und Kreuzberg sowie Mitte, Tiergarten und Wedding). Unberührt blieben nur Neukölln, Reinickendorf und Spandau.

Die Zahl der Ortsteile ist dagegen auf 73 gestiegen; die Kleineinteilung Berlins soll den Bürgern die Identifikation mit ihrer Wohngegend erleichtern. Drei Ortsteile kommen demnächst in Charlottenburg-Wilmersdorf hinzu: Halensee, Charlottenburg-Nord und Westend.CD

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