Berlin : Kurzmeldungen

Firmenansiedlungen: Verfangen im Netzwerk?

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Eines bestreitet auch die grüne Kritikerin Künast: Der Senat hat den Berlinern die Finanznot eingebläut. Ist so ein Mentalitätswechsel genug? FDPFraktionschef Lindner sagt Nein. Schön, wenn in der Musikindustrie Anwerbungen gelingen, aber was sei mit dem normalen Mittelständler, dem die Behörden die Ansiedlung schwer machten – und der sich überlegen müsse, ob seine Kinder in der zweiten Klasse das Schreiben gelernt hätten wie in Bayern. In Berlin fehlten Grundlagen für eine neue Politik. „Privatisierung, Entbürokratisierung, Wettbewerb“ – Lindner vermisst das alles. Von dem Geld, das der Senat spare, wenn die Stadtreinigung endlich Konkurrenz bekomme, könne man ein Unternehmen gründen, das für die Graffiti-Entfernung zuständig sei. Sibyll Klotz sagt nur „Tempodrom“. Sie wisse von kleinen Firmen, die in die Stadt kämen und feststellten: öffentliche Aufträge gibt es für sie nicht. Das sei das alte Berliner Netzwerk, sagt Klotz und erinnert an Künasts Vorschlag: Berlin wird in Zusammenarbeit mit Transparency International eine Stadt ohne Korruption. wvb.

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