Berlin : Kurznachrichten aus der Hauptstadt

Lange Nacht des Shoppings fällt aus

Die traditionelle Veranstaltung „Lange Nacht des Shoppings“ gehört vorerst der Vergangenheit an, das Einkaufsevent am 24. Oktober fällt aus. Auf der Internetseite des Veranstalters Tommy Erbe ist kein neuer Termin genannt – und zudem davon die Rede, dass die Lange Nacht nur weiter stattfinden könne, wenn eine ausreichenden Anzahl an Unternehmen „ein Partnerpaket zeichnet“. Erbe wollte sich gestern Abend auf Anfrage nicht dazu äußern. Klaus-Jürgen Meier, der Vorstandsvorsitzende der AG City, sagte jedoch, man werde eine solche Einkaufsnacht nächstes Jahr „unabhängig vom bisherigen Veranstalter“ anbieten. CD/kög

Räuber sticht 22-Jährigen nieder

Weil er sich bei einem Überfall wehrte, stach nach Angaben der Polizei ein Unbekannter in der Nacht zu Sonnabend einem 22-Jährigen ein Messer in den Rücken. Der Täter hatte gegen 3.20 Uhr auf der Gotenburger Straße in Wedding die Herausgabe des Handys des 22-Jährigen gefordert. Als dieser sich weigerte, erhielt er von dem Täter zunächst mehrere Faustschläge in das Gesicht und einen Kopfstoß. Anschließend stach der Unbekannte zu, raubte die Umhängetasche und flüchtete. Das Opfer konnte selbst die Polizei alarmieren. Der Mann schwebt nicht in Lebensgefahr, hieß es bei der Polizei.kt

Demonstration gegen Rechts

Mit einer Kundgebung hat ein Bündnis aus Parteien und Organisationen gestern vor dem Weddinger Rathaus gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus demonstriert. An dem Protest nahmen der Polizei zufolge 70 Menschen teil; die Veranstalter sprachen von 200 Personen. Anlass war unter anderem ein Übergriff auf zwei Iraner im U-Bahnhof Rehberge. Die 55 und 60 Jahre alten Männer waren im September angepöbelt und zusammengeschlagen worden. ddp

Hüpfburg-Demo gegen Schlossbau

Mit einer, wie es bei der Polizei hieß, „satirischen Aktion“ hat gestern die Initiative „Schloss mit Lustig – Cancel the Castle“ gegen den Wiederaufbau des Stadtschlosses demonstriert. Die Teilnehmer – einige in „königlichen Gewändern“ – bauten am Humboldt-Forum in Mitte eine Hüpfburg auf. In Zeiten der Finanzkrise sei das „mehr als eine halbe Milliarde teure Neubauprojekt reine Geldverschwendung“, man könne für die beabsichtigten Zwecke andere leer stehende Gebäude nutzen. Zuletzt hieß es, die Entscheidung über eine mögliche Verschiebung des Stadtschloss-Baus soll heute in der Koalitionsrunde der Regierungsparteien fallen. kög

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