Berlin : Kurznachrichten aus der Hauptstadt

Protestkundgebung gegen geplante Schulschließungen

Kinder und Eltern mehrerer Grundschulen in Tempelhof-Schöneberg haben am Mittwoch gegen die Schulpolitik des Bezirkes demonstriert. In einem Laternenmarsch zogen sie am Nachmittag zum Bezirksrathaus am John-F.-Kennedy-Platz, wo ab 17 Uhr die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung anstand, auf der es auch um den Schulentwicklungsplan gehen sollte. Der Entwurf sieht die Zusammenlegung und Schließung mehrerer etablierter und angesehener Schulen im Bezirk vor. Er war von Schulleitern und Eltern massiv kritisiert worden. Bei den Organisatoren der Demo war von etwa 2000 Teilnehmern die Rede. „Es kann nicht sein, dass auf Landesebene immer über Pisa geredet wird und bei uns Schulen geschlossen werden“, sagte eine Mutter. obs

Berliner Beamter hatte  verbotenes Nazi-Lied auf Handy

Gegen einen Beamten aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist eine Disziplinarmaßnahme ausgesprochen worden, weil er auf seinem Diensthandy das verbotene Horst-Wessel-Lied als Klingelton gespeichert hatte. Ob der Beamte entlassen oder degradiert wurde, wollte Staatssekretärin Hella Dunger-Löper aus Datenschutzgründen nicht mitteilen. Aufgefallen war der Klingelton mit der verbotenen früheren NSDAP-Hymne durch einen Zufall: Der Staatsbedienstete war im Februar in einem Kaufhaus beim Diebstahl erwischt worden. Als der Dieb verhört wurde, klingelte plötzlich sein Handy mit dem Horst-Wessel-Lied. Das Lied war einst ein Kampflied der SA, später die Hymne der NSDAP.dpa

Früherer Chef des Schifffahrtsamtes wegen Untreue vor Gericht

Der frühere Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts muss sich vor Gericht verantworten. Hartmut B., in dessen Amtszeit unter anderem die Fällaktion am Landwehrkanal fiel, wird Untreue vorgeworfen. Beim Prozess, der am 2. Dezember vor dem Amtsgericht Königs Wusterhausen eröffnet wird, geht es um den Verdacht, dass B. über Jahre hinweg den Fahrer und den Dienstwagen des Amtes für private Fahrten genutzt haben soll. Dabei sei laut Anklage in 655 Fällen ein Schaden in Höhe von 63 590 Euro entstanden (Aktenzeichen 2.1 Ls 7/09). Tsp

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar