Berlin : Kurznachrichten: Prozesse

Lebensgefährten erstochen: 39-Jährige legte Geständnis ab

Aus Wut über herbe Beleidigungen hatte eine 39-jährige Frau in ihrer Wohnung in Friedrichshain auf ihren Lebensgefährten eingestochen. Das gestand sie gestern im Prozess wegen Totschlags vor dem Landgericht. Im Streit habe sie am Abend des 1. Juni ein Küchenmesser gegriffen und damit „einmal in die linke Körperhälfte gestochen“. Sie bedauere das sehr, erklärte die Mutter von zwei Kindern. Bereits kurz nach Beginn der Beziehung im September 2008 sei es oft zu Streitereien gekommen. „Er prügelte mich grün und blau.“ Der Prozess wird am 16. Dezember fortgesetzt. K. G.

Fünf Männer wegen Misshandlung eines Bekannten vor Gericht

Weil sie einen 22-jährigen Mann in Buch brutal misshandelt haben sollen, stehen seit gestern fünf Angeklagte im Alter von 29 bis 53 Jahren vor Gericht. Selbstjustiz führte den Ermittlungen zufolge zu dem Übergriff. Die Tochter eines der mutmaßlichen Angreifer soll das Opfer zu Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigt haben. Der junge Mann wurde im Juni 2007 in einen Park gelockt, geschlagen, massiv getreten, gewürgt und in ein Wasser gestoßen. Ein Angeklagter kann sich an die Nacht angeblich nicht erinnern, die anderen schwiegen. Der Prozess wird Montag fortgesetzt. K. G.

34-Jähriger zu Tode gefoltert: Ehefrau und Stiefsohn vor Gericht

Wegen der tödlichen Misshandlung eines Mannes müssen sich ab heute die 38-jährige Lebensgefährtin des Opfers und ihr 17-jähriger Sohn vor dem Landgericht verantworten. Seit 2007 sollen die Angeklagten das 34-jährige Opfer wiederholt in ihrer Friedrichshainer Wohnung gefoltert und sexuell misshandelt haben. Der Anklage nach wurde der Mann von seiner Lebensgefährtin und dem Stiefsohn bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, mit kaltem und heißem Badewasser gequält sowie mit Eisenstange, Schirm und einem Kerzenständer traktiert. Am 1. Dezember 2008 soll der Mann während einer stundenlangen Folter tödliche Verletzungen erlitten haben. ddp

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