Berlin : Kurzschluss bei der U-Bahn: BVG sucht nach dem Auslöser, es ist kein Feuer entstanden

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Der Kurzschluss an einem Stromabnehmer eines U-Bahn-Zuges der Linie U 8 am Sonntagabend zwischen den Bahnhöfen Leinestraße und Hermannstraße ist nach Angaben von U-Bahn-Chef Ulrich Deinhardt wahrscheinlich durch einen Gegenstand von außen verursacht worden. In der Nacht zu heute wollten BVG-Mitarbeiter die Strecke im Tunnel abgehen und nach diesem Teil suchen. Fest stehe, so Deinhardt weiter, dass das Fahrzeug der verhältnismäßig neuen Baureihe F in Ordnung gewesen sei. Am 8. Juli war auf dem Bahnhof Deutsche Oper der letzte Wagen eines Zuges ebenfalls nach einem Kurzschluss durch einen Isolierungsfehler an einem Kabel in Brand geraten.

Zu einem Feuer, wie es zunächst hieß, sei es am Sonntagabend aber nicht gekommen. Der entstandene Rauch sei durch verschmorte Gummiteile oder Fette ausgelöst worden. Nach dem Kurzschluss schaltete die Stromversorgung wie vorgesehen ab. Dadurch habe es zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Fahrgäste bestanden, sagte Deinhardt. Vorsichtshalber habe die Feuerwehr zwei Pulvergeräteladungen auf den qualmenden Stromabnehmer gespritzt. Nach dem Wiedereinschalten des Stromes konnte der Zug in den nächsten Bahnhof fahren, wo die Fahrgäste dann ausstiegen.

Bereits am Sonnabend hatte es am Bahnhof Gleisdreieck einen Kurzschluss durch eine nach Angaben der BVG unmittelbar vor einem Zug auf die Stromschiene geworfene Dose gegeben. Rauch war in den vergangenen Wochen auch mehrfach nach Schäden an so genannten Umformern für die Stromversorgung entstanden, ohne dass, wie Deinhardt sagte, die Gefahr eines Feuers bestanden hätte.

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