Berlin : Kuschelbär mit Kinderwunsch Der Regierende im ARD-Porträt

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Klaus Wowereit, das personifizierte Wappenbild. Er tritt gern mit Krawatten in den Landesfarben weißrot auf und lässt sich gern „Wowi-Bär“ nennen. „Der Bär hat so etwas Kuscheliges, aber man soll ihn nicht unterschätzen, er kann sehr gefährlich sein.“ Womit sich der Regierende Bürgermeister in der ARD-Sendung „höchstpersönlich“ als einer vorstellt, der bei aller liebenswerten Kontaktfreude sehr hart sein kann. So ist er, und so will er gesehen werden.

Prominente und einfache Bürger kommen mit Sympathiebekundungen für seine Person zu Wort. So entsteht ein PR-Bild, wie es sich jeder Politiker nur wünschen kann. Nur Angela Merkels Bild von Wowereit wird durch die „nicht zu verknusende Koalition mit der PDS“ getrübt. Dass er schwul ist, wird ausführlich thematisiert. Die Aussage, dass „die Frauen auf ihn stehen, pariert er amüsiert: „Hoffentlich nicht nur Frauen.“

Wowereit als eleganter Repräsentant der Stadt im Roten Rathaus, im Bundesrat, beim Tanz mit Sabine Christiansen, das ist die eine Seite. Die andere ist der nette Wowereit im Gespräch mit Bürgern. Da berlinert er gekonnt. Politisch nur so viel: Er kann keine goldenen Berge versprechen, die Finanzlage ist „beschisssen“. Und dass er es nicht jedem recht machen kann, ironisiert er im T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin Schuld.“

Sein Aufstieg vom unehelichen Jüngsten einer Kriegerwitwe und Putzfrau ist bekannt. Mit mit einer Neuigkeit aber überrascht Wowereit. Früher einmal hatte er Beziehungen zu Frauen, „sehr lange und auch immer schöne“. Ja, er hätte gern Kinder, „aber das ist nun nicht so.“ Der Moderator krönt eine halbe Stunde Sympathiewerbung mit seinem Schlusswort: „Herta Wowereit wäre stolz auf ihren Sohn.“ Gru

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