Berlin : Kutscherin verunglückt: Kinder allein auf dem Kremser

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Falkensee - Mit einem Pferdekutschen-Ausflug wollten sich die Eltern einer Kita bei den Erziehern bedanken – doch es wurde für mehrere Kinder eine Schreckensfahrt. Beim Besteigen des Kremsers auf dem Erlebnisbauernhof „Hofladen“ scheuten plötzlich die Pferde und gingen durch. Die 51-jährige Kutscherin stürzte vom Fahrzeug und wurde überrollt. Ein kleines Mädchen konnte noch abspringen, doch dann trabten die Pferde mit dem Wagen in zügigem Tempo davon. Darin saßen zwei Jungs im Alter von fünf und sechs Jahren.

Die Fahrt ging zwei Kilometer lang führerlos über die Dallgower Straße Richtung Norden in die Stadtmitte von Falkensee. Dort, in der Unterführung unter den Bahngleisen, kollidierte die Kutsche mit einem Auto – und die Pferde blieben stehen. Das anfangs abgesprungene Mädchen und die beiden Jungs wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt, sie erlitten geringfügige Schrammen und Beulen. Alle drei standen zudem deutlich unter dem Eindruck des Geschehens. Die 51-Jährige musste dagegen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Unklar ist bisher, warum die Pferde zu Beginn der Fahrt scheuten. Die anderen Kinder aus der 13-köpfigen Gruppe aus der örtlichen Kindertagesstätte blieben unverletzt. Auch die beiden Pferde nahmen keinen Schaden durch den Zusammenstoß mit dem Auto, stellte ein Tierarzt fest.

Der „Hofladen“ bietet solche Kremserfahrten seit Jahren an, insofern gehören derartige Fahrten auch mit Kindergruppen zur Routine. Dennoch stellte die Polizei das Gefährt für ein technisches Gutachten sicher, sagte der Sprecher des Schutzbereichs Havelland, Dietmar Keck, am Freitag. Jörn Hasselmann

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