Ladenöffnung : Das Fest ist vorbei - das Einkaufen geht weiter

Etliche Läden sind auch am Sonntag geöffnet. Der Handel ist vom guten Weihnachtsgeschäft überrascht.

Christoph Stollowsky

Man freut sich auf die neue CD der Lieblingsband, kriegt aber eine, die man schon auswendig kennt. Man stopft den geschenkten Pulli zurück ins Paket, weil er um die Hüften schlackert: Es gibt viele gute Gründe, ein Weihnachtspräsent schleunigst umzutauschen. Berlins Einzelhändler erwarten deshalb an diesem Wochenende einen erneuten Kundenansturm. Hinzu komme, dass viele ihre Geschenkgutscheine einlösen oder ausgepackte Überraschungen noch ergänzen wollen: Das Computerspiel für den neuen PC, eine Speicherkarte für die Digitalkamera. Etliche Kaufhäuser wie das KaDeWe oder Shopping-Center wie die Wilmersdorfer Arcaden sind sogar am kommenden Sonntag geöffnet, obwohl der 28. Dezember nicht zu den offiziellen verkaufsoffenen Sonntagen gehört.

Schon die letzten Shopping-Tage vor Heiligabend haben nach den Worten von Günter Päts, Vize-Chef des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg, gezeigt, „dass sich die Berliner trotz aller Unkenrufe den Spaß am Schenken und am Festtagsmahl nicht verderben ließen“. Nach ersten Rückmeldungen seien die Umsätze der Einzel- und Lebensmittelhändler „etwa genauso hoch wie in der vergangenen Weihnachtssaison“ gewesen. Wenn jetzt noch zum Jahresende das Geschäft brummt, sei man zufrieden.

Um den Verkauf zusätzlich anzukurbeln, locken vor allem die Mode- und Textilhändler nach den Feiertagen traditionell mit Preisnachlässen. Doch auch die erwarteten Umtauschaktionen könnten den Umsatz steigern, meint Päts, „denn ein Pullover, der besser sitzt und gefällt, ist ja vielleicht noch etwas teurer“. Rechtlich sei zwar kein Händler zum Umtausch verpflichtet, aber nach Weihnachten gelte eine Kulanzregelung. „Da können Sie sich auf das Wohlwollen der Händler in der Regel verlassen.“

Am heutigen Sonnabend haben die meisten größeren Läden, Kaufhäuser und Shopping-Center bis 20.30 oder 22 Uhr geöffnet. Am Sonntag sollte man sich vor einem Einkaufsbummel informieren, wo Shoppen möglich ist. Öffnen dürfen nur jene Geschäfte und Center, die ihre zwei frei verfügbaren verkaufs offenen Sonntage 2008 noch nicht beansprucht haben. Geregelt ist das im Ladenöffnungsgesetz. Danach darf jeder Berliner Laden zehnmal pro Jahr sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen, achtmal an den offiziell ausgerufenen verkaufsoffenen Sonntagen, die für alle gelten – und zweimal zu selbstbestimmten Zeitpunkten. Den 28. Dezember hat sich dafür neben dem KaDeWe etwa „Das Schloss“ an der Schloßstraße in Steglitz aufbewahrt. Auch alle Hugendubel-Buchfilialen sind geöffnet, die Galeria Kaufhof am Ostbahnhof, die Gropius-Passagen, Spandau Arcaden oder das Europa-Center am Breitscheidplatz.

Und wer auch nach Heiligabend noch nicht so recht von der Romantik lassen kann, der hat in Mitte und Charlottenburg weiter die Möglichkeit, über Weihnachtsmärkte zu bummeln. Am Alex und vor dem Schloss Charlottenburg sind die Buden bis Sonntag geöffnet, am Gendarmenmarkt bis 31. Dezember.

Geschäfte und Center, die am Sonntag geöffnet sind, veröffentlicht der Einzelhandelsverband unter: www.hbb-ev. de.

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