Länderspiel gegen England : DFB setzt auf Deeskalation

Beim Länderspiel am Mittwoch werden in Berlin bis zu 10.000 englische Fans erwartet. Doch Störungen durch gewaltbereite Anhänger soll es diesmal nicht geben - obwohl dies bei dem Fußball-Klassiker in der Vergangenheit oft anders aussah.

Hooligans
Immer schön ruhig. Randale soll es beim Fußball-Länderspiel gegen England nicht geben. -Foto: dpa

Zum Fußball-Klassiker Deutschland gegen England an diesem Mittwoch in Berlin erwarten die Sicherheitskräfte bis zu 10.000 englische Fans. Derzeit gibt es aber keine Anzeichen für Störaktionen von sogenannten Problem-Anhängern. "Die letzten Auswärtsspiele der englischen Mannschaft waren unproblematisch. Wir gehen davon aus, dass es auch in Berlin grundsätzlich unproblematisch läuft und es Ausschreitungen von den Ausmaßen wie 2001 nicht geben wird", sagte DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn. Der DFB hat knapp 8000 Tickets nach England verkauft; dazu werden weitere englische Anhänger erwartet, die in Deutschland wohnen. Polizeisprecher Carsten Müller sprach von "etwa 200 bis 300 Problemfans".

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) setzt für das 31. Länderspiel mit England auf Deeskalation. Vor sieben Jahren hatte es beim 1:5 der deutschen Nationalmannschaft Ausschreitungen mit englischen Fans gegeben; weniger am Spielort München, sondern vor allem bei der Ankunft von Anhängern in Frankfurt/Main. Mehr als 3000 gewaltbereite Fans waren damals angereist. Im Vorfeld der aktuellen Partie wurden englische Sicherheits-Experten eng in die Vorbereitung einbezogen. "Wir haben mehrmals mit den englischen Kollegen gesprochen, sie waren insgesamt dreimal bei uns. Bei der letzten Besprechung waren auch vier Angehörige der britischen Botschaft dabei", berichtete Spahn.

Der englische Fußball-Verband hatte in seiner Vereins-Zeitschrift "Three Lions" den mitreisenden Fans allgemeine Hinweise gegeben, von Treffpunkt-Möglichkeiten in Berlin über Sicherheits-Hinweise bis hin zur Hausordnung im Olympiastadion. Die Gäste-Fans werden von szenekundigen Beamten begleitet. Der englische Fan-Koordinator Kevin Miles arbeitet eng mit seinem deutschen Kollegen vor Ort, Gerald von Gorrissen, zusammen. Wie sowohl in England als auch Deutschland üblich, erhielten einschlägig bekannte gewaltbereite Anhänger Melde-Auflagen oder Reise-Verbote. Bei Auswärts-Länderspielen haben über 3000 englische Hooligans Ausreise-Verbot. (ck/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben