• Land löst Sammlung von Instrumenten auf Ausleihe geht weiter / Musiklehrer befürchten Nachteile für Schüler

Berlin : Land löst Sammlung von Instrumenten auf Ausleihe geht weiter / Musiklehrer befürchten Nachteile für Schüler

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Die landeseigene Musikinstrumentensammlung, wo sich bislang jeder Berliner Schüler eines der teuren Instrument für jeweils ein halbes Jahr ausleihen kann, wird vom Senat aufgelöst. Die 300 Instrumente vom Waldhorn bis zum Kontrabass werden den 14 musikbetonten Grundschulen übergeben. Zwar betont die Senatsbildungsverwaltung, dass es sich nicht um eine Schenkung handele. Vielmehr sollten alle Schulen die Möglichkeit haben, sich bei den musikbetonten Schulen Instrumente auszuleihen, so Sprecherin Rita Hermanns. Dies habe sogar Vorteile, weil die Schüler dann nicht mehr zur Universität der Künste fahren müssten, die die Sammlung verwaltet. Der Nutzerkreis könne eher erweitert werden, denn de facto werde die Sammlung jetzt nur von „wenigen“ Schulen frequentiert.

Dies allerdings darf bezweifelt werden. Zum einen sind es nicht „wenige“ sondern rund 50 Schulen, die jetzt regelmäßig Instrumente ausleihen. Zum anderen befürchten viele Musiklehrer, dass es künftig eher schwieriger wird, an die Instrumente heranzukommen: Denn das erste Zugriffsrecht haben die 14 Schulen. Und die haben kein Interesse am Verleih, der mit Arbeit und Ärger verbunden ist. „Die Instrumente sind dann weg vom Leihmarkt“, befürchtet der Zehlendorfer Musiklehrer Martin Burggaller. Er hatte die Philharmoniker eingeschaltet, deren Vorstand nicht abgeneigt gewesen sei, die Instrumente zu verwalten. Auf der nächsten Sitzung sollte der Stiftungsrat diese Frage angeblich behandeln. Die Schulaufsicht wollte das Thema allerdings schnell vom Tisch haben und entschied anders. sve

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