Berlin : Landes-FDP will offensiver auftreten Parteichef Löning sucht Anschluss an Fraktion

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Die Berliner FDP hat ein Problem: Sie wird lediglich als Fraktion wahrgenommen. Sieht man vom Werben um homosexuelle Sympathien mit einem blaugelben Wagen auf dem Christopher Street Day einmal ab, verhallen die Anstöße aus dem Landesverband von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Das soll sich jetzt ändern, frei nach dem Motto „Wir sind auch noch da“ will der FDP-Landesverband den Anschluss an die Fraktion schaffen und sichtbarer nach außen treten. Das ist die optimistische Botschaft am Sonnabend nach einer Arbeitsklausur des FDP-Landesvorstands. „Wir werden mit Interessenverbänden stärker Kontakte suchen“, sagte der FDP-Landesvorsitzende Markus Löning dem Tagesspiegel am Sonntag.

Der 2800 Mitglieder starke FDP-Landesverband will sich inhaltlich und personell besser aufstellen. Neben ihren Kernthemen Wirtschaft und Inneres möchte die FDP auch auf Umweltpolitik, Soziales und Hochschule setzen. Dass das nicht ohne geeignete Personen funktioniert, weiß Löning. Sein Argument: „Wir haben gute Leute. Nur müssen wir die besser präsentieren.“ Ob der Landesverband forscher auftreten kann? FDP-Fraktionschef Martin Lindner hat sich schon zu Wort gemeldet und weist auf die Fraktionsklausur Ende August hin. Dort werde man über Strategiefragen diskutieren. Und die seien doch allemal „interessanter als Organisationsfragen“. sib

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