Berlin : Landesgleichstellungsgesetz: In der Verwaltung führen die Männer

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Die Frauen sind auf dem Vormarsch; jedenfalls in der öffentlichen Verwaltung. Im Januar 2000 waren von den Beschäftigten im unmittelbaren Landesdienst, das heißt in den Senatsbehörden und Bezirksämtern, 60,4 Prozent Frauen. Bei den Teilzeitbeschäftigten waren es sogar 90,9 Prozent: Wohl mehr ein Hinweis auf die traditionelle Rollenverteilung in der Familie als über den Stand der Gleichberechtigung in Berlin.

Diese Zahlen entstammen übrigens nicht dem neuesten Bericht der Frauensenatorin Gabriele Schöttler "über die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes", sondern einer wesentlich zeitnäheren Personalbestandsanalyse der Innenverwaltung. Die Bestandsaufnahme der Frauenverwaltung, die der Senat gestern zur Kenntnis nahm, endet im Juni 1998. Ein aktualisierter Bericht soll im Sommer 2001 folgen.

Eine wichtige Aufgabe für die Gleichstellungspolitik lässt sich aber auch aus den veralteten Daten ablesen: Im höheren Dienst des Landes Berlin sind drei Mal mehr Männer als Frauen tätig, die weitgehend Aufgaben im einfachen und mittleren Dienst wahrnehmen. Frauen in öffentlichen Führungspositionen sind Mangelware. In den Behörden der Ost-Bezirke übrigens weniger als im Westteil der Stadt.

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