Arbeitskampf im Nahverkehr : Durchbruch im BVG-Tarifkonflikt?

Im Streit um höhere Löhne bei den Berliner Verkehrsbetrieben haben sich die Verhandlungspartner möglicherweise auf ein Paket einigen können, das auch für die Gewerkschaft Verdi akzeptabel ist. Doch die Streikgefahr ist noch nicht gebannt.

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Bitte zurückbleiben. Die BVG ist durch den Streik in die Kritik geraten. -Foto: dpa

BerlinIm Tarifstreit bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) geht das Ringen um eine Einigung weiter. Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp haben sich die Verhandlungspartner auf ein Paket verständigt, das die Gewerkschaft Verdi akzeptieren könnte. Wie aus Verhandlungskreisen verlautet, muss Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), der zugleich Aufsichtsratschef der hoch verschuldeten landeseigenen BVG ist, jedoch noch zustimmen.

Gewerkschaftssprecher Andreas Splanemann wollte die mögliche Einigung auf Nachfrage nicht bestätigen. Über den Verhandlungsstand sei Stillschweigen vereinbart worden.

Im Tarifstreit bei der BVG hatte Verdi zuletzt bis zu neun Prozent mehr Lohn für die rund 12.000 Beschäftigten gefordert. Die Arbeitgeber boten zunächst ein Lohnvolumen von insgesamt 20 Millionen Euro für zwei Jahre, das jedoch laut Verdi nicht einmal für den Inflationsausgleich gereicht hätte. Zwischenzeitlich hatten die Arbeitgeber ihr Angebot auf 24 Millionen Euro erhöht. (ho/stb/ddp)

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