Arbeitskampf : Verhandlungen im BVG-Streit bis Montag ausgesetzt

Nach dreitägiger Verhandlung gönnen sich BVG und Gewerkschaft eine Pause im Tarifkonflikt. Nun wollen sie erst am Montagabend wieder zusammenkommen - und sind "verhalten optimistisch".

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Tarifgespräche. Bislang keine Einigung in Sicht. -Foto: Heinrich

BerlinDie Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sind am Freitag ausgesetzt worden. Gewerkschaft und Arbeitgeber wollen sich erst am Montagabend wieder zusammensetzen, wie BVG-Sprecherin Petra Reetz sagte. Sie sei jedoch weiterhin "verhalten optimistisch". Die Große Tarifkommission von Verdi traf sich am Freitag, um über den Stand der Gespräche zu beratschlagen. Ursprünglich waren die Verhandlungen nur bis Donnerstag angesetzt.

In der Nacht zum Dienstag hatten sich Verdi-Landeschefin Susanne Stumpenhusen, BVG-Chef Andreas Sturmowski und Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) nach einem rund dreistündigen Spitzentreffen darauf geeinigt, die regulären Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen. Basis ist laut Verdi der am Montag in Potsdam erzielte Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Einigung sieht in zwei Schritten insgesamt eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von rund acht Prozent und eine Verlängerung der Arbeitszeit vor.

Im Tarifstreit bei der BVG forderte Verdi zuletzt bis zu neun Prozent mehr Lohn für die rund 12.000 Beschäftigten. Die Arbeitgeber boten zunächst ein Lohnvolumen von insgesamt 20 Millionen Euro für zwei Jahre, laut Verdi reicht diese Summe jedoch nicht einmal für den Inflationsausgleich. Den Angaben zu Folge haben die Arbeitgeber ihr Angebot mittlerweile auf 24 Millionen Euro erhöht.

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