Bankenskandal : Landowsky muss wieder vor Gericht

Der ehemalige CDU-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Klaus-Rüdiger Landowsky, muss wieder vor Gericht. Die 26. Große Strafkammer des Landgerichts hat ein Verfahren im Zusammenhang mit den „Rundum-Sorglos-Fonds“ der landeseigenen Bankgesellschaft Berlin (BGB) gegen Landowsky und elf weitere Ex-Bankmanager eröffnet.

Prozess um Bankenaffäre
Neuer Prozess. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Berlin Hyp und frühere Berliner CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky muss sich...Foto: ddp

Der Vorwurf laute auf schwere Untreue, wodurch dem Landeshaushalt ein Schaden in Millionen-Höhe drohe. Der Prozess soll im nächsten Jahr beginnen. Dies bestätigte die Sprecherin des Gerichts, Iris Berger.

Landowsky war Aufsichtsrat der Bankgesellschaftstochter IBG. Ihm, vier weiteren Aufsichtsräten und fünf Vorstandsmitgliedern der IBG wird vorgeworfen, die zwei Immobilienfonds LBB12 und IBV-Deutschland mit umfassenden Mietgarantien ausgestattet zu haben, die den Fondsanlegern Einnahmen über eine Dauer von 25 Jahren zusicherten. Die Staatsanwaltschaft, die die Anklage nach Bergers Angaben bereits im Dezember 2005 erhoben hat, sieht darin eine Verletzung kaufmännischer Grundsätze. Absicherungen für eine so lange Zeit hätten wegen der bekannten Risiken von Immobilienengagements nicht abgegeben werden dürfen. In einem der Fonds befanden sich auch Plattenbauten der Firma Aubis.

Landowsky musste wegen des sogenannten Bankenskandals 2001 seine Ämter aufgeben. Im März 2007 waren er und andere Bankmanager wegen Untreue bei der Vergabe von Millionenkrediten an Aubis zu Bewährungsstrafen von bis zu 16 Monaten verurteilt worden. Dieses Verfahren liegt derzeit zur Revision beim Bundesgerichtshof. how/ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar