Einzelhandel : Streiks weiten sich aus

2500 Angestellte im Einzelhandel legten die Arbeit am dritten Streiktag nieder. Gefordert wird ein Mindesteinkommen von 1500 Euro im Monat. Auch am Samstag soll die Arbeitsniederlegung fortgesetzt werden.

BerlinDie Streiks im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg sind deutlich ausgeweitet worden. Insgesamt 2500 Mitarbeiter von Supermärkten in der Region hätten die Arbeit ganztägig niedergelegt, sagte die Verdi-Sekretärin für den Einzelhandel, Sabine Zimmer. An einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz nahmen nach Gewerkschaftsangaben rund 1500 Streikende teil. Dort sei beschlossen worden, den Ausstand am Samstag in gleichem Umfang fortzusetzen, sagte Zimmer.

Am dritten Streiktag wurden in der Region erstmals neben Rewe, Penny, Reichelt, Extra und Kaiser's auch Filialen von Real sowie Kaufland in den Ausstand einbezogen. In Brandenburg blieben nach Gewerkschaftsangaben wegen des Streiks Supermärkte in Wildau, Finowfurt, Schwedt/Oder, Falkensee und Dallgow-Döberitz den ganzen Tag geschlossen.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag hatten jeweils rund 1000 Supermarktmitarbeiter gestreikt, um Druck auf die Arbeitgeber zu machen. Verdi fordert für die mehr als 90.000 Beschäftigten der Branche in der Region 6,5 Prozent mehr Lohn, Mindesteinkommen von 1500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung und den Erhalt von Zuschlägen. (mit ddp)

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