Familienpolitik : Senat bringt Kinderschutzgesetz auf den Weg

Ein neues Gesetz soll Kinder besser schützen: Wenn Eltern mit ihren Kindern künftig nicht zur verbindlichen Früherkennungsuntersuchung kommen, müssen sie mit Hausbesuchen der Behörden rechnen.

Kinderschutz
Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Sie will 24 neue Stellen schaffen, um die Umsetzung des Gesetzes zu garantieren. -Foto: dpa

Berlin Berlin will seine Bemühungen um eine gesunde Entwicklung der Kinder verstärken. Der Senat habe dazu einen Entwurf für ein Kinderschutzgesetz beschlossen, sagte Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) am Dienstag. Im Kern sieht es ein verbindliches Einladungswesen vor, um die Teilnahme möglichst aller Kinder an den Früherkennungsuntersuchungen zu erreichen.

Werden Termine trotz Einladung nicht wahrgenommen, schalten sich staatliche Behörden ein. Experten melden sich dann bei den betroffenen Familien zum Hausbesuch an, um eine Gefährdung des Kindes auszuschließen. Lompscher schätzt die Zahl der Einsätze auf etwa 10.000 pro Jahr. Notfalls werden überforderten Eltern dann weitergehende Hilfen angeboten. Um den wachsenden Personalbedarf abzudecken, sollen in den Bezirken insgesamt 24 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Die Kosten für das Projekt werden auf rund 1,6 Millionen Euro geschätzt. (bai/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar